Schiessbefehl
Zürcher Gemeinde erteilt Abschussbewilligung für wildernde Hunde

Im Waldgebiet der Zürcher Gemeinde Hinwil halten sich seit längerer Zeit zwei wildernde Hunde auf. Nachdem deren Besitzer nicht gefunden werden konnten, hat der Gemeinderat nun der Jagdgesellschaft die Bewilligung zum Abschuss der Tiere erteilt.

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Den Hunden seien bereits Rehe - darunter auch Mutter-Tiere - zum Opfer gefallen, heisst es in der Mitteilung des Hinwiler Gemeinderats vom Montag. Alle Versuche, die Hunde einzufangen oder deren Besitzer ausfindig zu machen, seien erfolglos geblieben. Deshalb wurden die Tiere nun zum Abschuss freigegeben.

Das kantonale Jagdgesetz schreibt vor, dass Hunde, die beim Wildern angetroffen werden, von den Jagdpächtern getötet werden. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Hundebesitzer zuvor schriftlich verwarnt wurde. Ist hingegen der Eigentümer nicht bekannt, kann der Gemeinderat den Abschuss bewilligen.

Welcher Rasse die beiden Hunde angehören, ist unklar. Beim einen handle es sich wahrscheinlich um einen Mischling, schreibt der Gemeinderat. Das Tier sei rehbraun mit weissem Hals und habe Stehohren mit geknickter Spitze. Der Halter sei gebeten, sich unverzüglich zu melden. «Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Hunde auf der Strecke bleiben», heisst es weiter. (sda)

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