Mit dem Beginn der Sommerferien in 19 Schweizer Kantonen, im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen sowie in der nördlichen Provinz der Niederlande hat sich der Gotthard-Strassentunnel wie alle Jahre wieder als Nadelöhr erwiesen.

Am frühen Samstagmorgen kurz nach 3 Uhr ist es auf der Nord-Süd-Achse zwischen Amsteg und Göschenen im Kanton Uri auf der Autobahn A2 bereits zu einem ersten Stau in Richtung Tessin gekommen, wie der Verkehrsinformationsdienst viasuisse mitteilte. Um 5 Uhr wuchs die stehende Autokolonne bereits auf drei Kilometer an, was eine halbe Stunde Wartezeit bedeutete.

Kurz nach Mittag wurde die vorläufige Stauspitze von etwa sieben Kilometern erreicht, was einer Wartezeit von über einer Stunde entsprach. Danach verkürzten sich Stau und Wartezeit von Stunde zu Stunde. Weiter südlich, vor dem Grenzübergang Chiasso-Brogeda, stauten sich die Fahrzeuge am Samstag zeitweise auf einer Länge von bis zu drei Kilometern.

Bereits am Freitag kurz vor Mittag hatten sich vor dem Gotthard erste Staus gebildet. Mit vier Kilometern Länge hatte der Stau gegen 18 Uhr seinen Zenit erreicht. Erst am Abend gegen 21.30 Uhr konnte der Gotthard-Strassentunnel ohne Wartezeit durchfahren werden.

Auch auf dem übrigen Strassennetz kam es am Samstag vereinzelt zu Behinderungen. So kam etwa der Verkehr auf der Autobahn A1 beim Autobahndreieck zwischen Kriegstetten und Schönbühl BE am Samstagnachmittag nur stockend voran. Auch auf der Westumfahrung Zürich zwischen Urdorf-Nord und der Verzweigung Limmattal und zwischen dem Autobahndreieck Verzweigung Zürich-Nord und Affoltern wurden die Autofahrer wegen Verkehrsüberlastung zur Langsamfahrt gezwungen.

Auf dem Flughafen Zürich machte sich der Ferienbeginn ebenfalls bemerkbar. Der ganz grosse Andrang wird allerdings erst in einer Woche erwartet. Es habe aber deutlich mehr Passagiere als üblich gegeben, sagte eine Flughafensprecherin am Samstag auf Anfrage. Die Flugzeuge seien ausgebucht. Der Flugbetrieb verlief jedoch normal, es gab keine Wartezeiten.