Schweiz

Zum dritten Mal in Folge sinken die Gesuche um Zulassung zum Zivildienst

Immer weniger gefragt: Die Zivis haben letztes Jahr zum dritten Mal in Folge weniger Einsätze etwa in Altersheimen geleistet. (Symbolbild)

Immer weniger gefragt: Die Zivis haben letztes Jahr zum dritten Mal in Folge weniger Einsätze etwa in Altersheimen geleistet. (Symbolbild)

Letztes Jahr sind weniger Diensttaugliche zum Zivildienst zugelassen worden. Aber auch die Zahl der Zivi-Diensttage und der Einsatzbetriebe ging zurück, wie das Bundesamt für Zivildienst am Dienstag mitteilte.

(sat) Konkret sind vergangenes Jahr 1,9 Prozent weniger Gesuche um Einteilung in den Zivildienst eingegangen. Gemäss Bundesamt für Zivildienst hat sich dieser Rückgang seit Jahresbeginn noch verschärft. So sind die Zulassungen zum Zivildienst im ersten Quartal des neuen Jahres im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13,2 Prozent zurückgegangen. Ein Grund dafür sei die Aussetzung der Rekrutierung der Armee und der Einführungstage in den Zivildienst im Zusammenhang mit der Coronapandemie, schreibt das Bundesamt für Zivildienst.

Letztes Jahr haben die Zivis mit 1'601'196 Diensttage leicht weniger Einsätze geleistet als im Vorjahr (1'668'248 Diensttage). Die Zahl der anerkannten Einsatzbetriebe für Zivildienste sank um 161 und lag am Jahresende noch bei 4911 Betrieben.

Umstrittene Verschärfungen wegen Zivi-Boom

Der Zivildienst sieht sich seit einem eigentlichen Boom vor bald zehn Jahren zunehmend heftiger Kritik namentlich aus dem bürgerlichen Lager ausgesetzt. Auch der Bundesrat hat bereits verschiedene Verschärfungen umgesetzt, um den Wechsel aus der Armee in den Zivildienst zu erschweren. Nachdem das Parlament in der vergangenen Wintersession noch höhere Hürden für die Zulassung zum Wehrersatzdienst beschlossen hat, kündigte der Schweizerische Zivildienstverband ein Referendum an.

Meistgesehen

Artboard 1