Schulhaus
Zukunft des «Schuelhüsli» bereitet Kopfzerbrechen

Das ehemalige Schulhaus in Meienried ist höchst sanierungsbedürftig; kein Pappenstiel für die Seeländer Kleinstgemeinde. 22 der insgesamt 43 Stimmberechtigten gaben an der Gemeindeversammlung ein detailliertes Sanierungskonzept in Auftrag.

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Schulhaus in Meienried

Schulhaus in Meienried

Grenchner Tagblatt

Denise Gaudy

Das «Schuelhüsli» bereitet den Meienriederinnen und Meienriedern Kopfzerbrechen: Dach und Fenster sind undicht und kaputt, die innere Oberfläche und die Gebäudehülle abgenutzt, der Energieverlust ist unverhältnismässig und die Raumaufteilung nicht mehr zeitgemäss. Eine Sanierung der einzigen gemeindeeigenen Liegenschaft sei dringend notwendig, erklärte Sven Harding von der Firma Spax in Biel der Gemeindeversammlung. Der vom Gemeinderat beauftragte Spezialist stellte den 22 anwesenden von insgesamt 43 Stimmberechtigten drei Erneuerungsoptionen für die Zukunft des ehemaligen Schulhauses vor. Dieses beherbergt gegenwärtig eine vermietete Wohnung und ein zum Gemeindesaal umgenutztes Klassenzimmer.

Sanieren, abreissen, verkaufen

Eine Variante sei, die Liegenschaft mit unverändertem Nutzungskonzept etappenweise zu sanieren, was die Gemeinde im besten Fall schätzungsweise gegen 400 000 Franken kosten würde. Zwei weitere Möglichkeiten seien, das Gebäude entweder für rund 800 000 Franken abzureissen und einen Neubau zu erstellen mit zwei grosszügig konzipierten Mietwohnungen oder das Gebäude im Ist-Zustand zu verkaufen. Nach engagierter Diskussion beschloss die Versammlung, vor einem definitiven Entscheid über die Zukunft des ehemaligen Schulhauses ein detailliertes Sanierungskonzept erstellen zu lassen.

Besser als budgetiert

Die Jahresrechnung der Gemeinde Meienried, die mit einem Aufwand von rund 132 650 und einem Ertrag von 173 550 Franken viel besser als budgetiert abschliesst und damit einen Ertragsüberschuss von knapp 41 000 Franken aufweist, wurde vom Souverän einstimmig genehmigt. Das Eigenkapital beträgt neu knapp 456 000 Franken.