Zugunfall

Zugunfall im Waadtland: Lokführer hatte das Rotlicht missachtet

Missachtetes Rotlicht führt zum Zugunglück im Waadtland (Archiv)

Missachtetes Rotlicht führt zum Zugunglück im Waadtland (Archiv)

Die Zugkollision mit einem Toten und 35 Verletzten von Ende Juli bei Granges-près-Marnand VD ist darauf zurückzuführen, dass einer der beiden Lokführer ein Rotlicht missachtet hat. Dies zeigt der Untersuchungsbericht der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (SUST).

Der Bericht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde, bestätigt damit bisherige Annahmen. Die Zugkollision ereignete sich am 29. Juli um 18.44 Uhr auf der Strecke Palézieux-Payerne VD. Wie die Auswertung der beiden Fahrdatenschreiber ergab, geschah der Unfall, weil der von Payerne in Richtung Moudon verkehrende Regionalzug abfuhr, obwohl das Gruppenausfahrsignal "Halt" anzeigte.

Der entgegenkommende RegioExpress-Zug hatte seine Geschwindigkeit zu diesem Zeitpunkt auf 55 km/h reduziert und das Einfahrsignal A bereits passiert. Die Sicht der beiden Lokführer auf die Strecke bei der Unfallstelle war durch abgestellte Güterwagen auf der Innenseite der Kurve beeinträchtigt.

Mit Sprung aus Zug gerettet

Als die beiden Lokführer die unmittelbar bevorstehende Kollision erkannten, leiteten beide eine Schnellbremsung ein. Dadurch konnte jedoch die Kollision nicht mehr verhindert werden.

Der 54-jährige Lokführer, der das Rotlicht überfahren hatte, konnte sich mit einem Sprung vom Zug retten. Der Lokführer des anderen Zugs - ein 24-jähriger Franzose mit Wohnsitz in Payerne VD - wurde getötet.

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