Der Kantonsrat stimmte in erster Lesung dem Beitritt zum HarmoS-Konkordat zu. Ein Antrag der SVP-Fraktion, auf die Vorlage nicht einzutreten, scheiterte mit 54 zu 16 Stimmen klar. Neben der SVP-Fraktion stimmte auch ein FDP-Mitglied gegen den Beitritt.

Für die grosse Mehrheit des Kantonsparlamentes überwiegen die Vorteile von HarmoS. Zwar gebe es auch Schwachpunkte, sagte Kantonsrätin Anna Lustenberger-Seitz. Die Vertreterin der Alternativen nannte etwa das Schulobligatorium ab vier Jahren.

Dieser Mangel reiche aber nicht aus, um den Beitritt zu verweigern. Auch Wirtschaftsvertreter wie Silvan Hotz (CVP), Präsident des Zuger Gewerbeverbands, plädierten für den Beitritt.

SVP-Sprecher Franz Zoppi hingegen fand, Harmos schiesse "weit über das Ziel hinaus". Die Kantone würden zu Ausführungsgremien degradiert, die künftige Schule "nur noch von ein paar Funktionären der Erziehungsdirektorenkonferenz weiterentwickelt".

Die SVP werde das Referendum ergreifen. Eine derart wichtige Vorlage müsse unbedingt dem Volk vorgelegt werden, sagte Zoppi.