Stocker erreichte an der Delegiertenversammlung in Uster im ersten Wahlgang 164 Stimmen und übertraf damit das absolute Mehr von 132 Stimmen deutlich. Klar geschlagen geben mussten sich Nationalrat Jürg Stahl aus Brütten mit 58 und Kantonsrat Martin Arnold, Gemeindepräsident von Oberrieden, mit 41 Stimmen.

Hinter Stocker stellte sich auch Alt-Bundesrat Christoph Blocher. Der Wädenswiler Stadtpräsident habe die grössten Chancen, den Sitz der zurücktretenden Regierungsrätin Rita Fuhrer zu verteidigen, zeigte sich der Co-Vizepräsident der SVP Kanton Zürich überzeugt.

Stocker ist von Beruf Meisterlandwirt. Seit 11 Jahren ist er in der Wädenswiler Stadtregierung tätig; 2006 wurde er als Stadtpräsident gewählt. Seit 1987 gehört er dem Kantonsrat an, den er 2003/04 präsidierte.

Um den Sitz der abtretenden Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer kommt es am 29. November zu einem Zweikampf zwischen SVP und SP. Nach dem Verzicht der Grünen hat die SP am Dienstag eine eigene Kandidatur beschlossen.

Als möglicher SP-Kandidat gehandelt wird der Zürcher Nationalrat und Strafrechtsprofessor Daniel Jositsch. Die Nomination findet am 6. Oktober statt. SP und SVP sind derzeit mit je zwei Mitgliedern im Zürcher Regierungsrat vertreten.