Regierungsrats-Ersatzwahl

Zürcher SP will mit Nationalrat Daniel Jositsch antreten

Daniel Jositsch soll in Zürcher Regierungsrat (Archiv)

Daniel Jositsch soll in Zürcher Regierungsrat (Archiv)

Die SP-Parteileitung will bei der Ersatzwahl in den Zürcher Regierungsrat Nationalrat Daniel Jositsch ins Rennen schicken. Der 44-jährige Strafrechtsprofessor soll am 29. November der SVP den Sitz der zurücktretenden Volkswirtschaftdirektorin Rita Fuhrer abjagen.

Parteipräsident Stefan Feldmann begründete die SP-Kandidatur mit der "veränderten Ausgangslage". Nach dem Verzicht der Grünen, mit einem eigenen Kandidaten zur Ersatzwahl anzutreten, sei es für die SP als grösste Kraft im links-grünen Lager Pflicht, für eine "echte Auswahl" zu sorgen, sagte er vor den Medien in Zürich.

Die SP habe die Kandidatur nicht gesucht, betonte Feldmann. Sie wolle jedoch Verantwortung übernehmen - selbst wenn sie sich damit dem Vorwurf aussetze, der Anspruch auf einen dritten Sitz im Regierungsrat sei überrissen. In einer Volkswahl gehe es nicht um Konkordanz, sondern um den Wettbewerb von politischen Ideen und Personen.

Den Entscheid habe er sich nicht leicht gemacht, sagte Jositsch. Als Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Zürich und als Nationalrat sei er politisch und beruflich ausgefüllt. Die Liebe zum Kanton, seine Exekutiverfahrung sowie die Freude am Gestalten hätten schliesslich den Ausschlag gegeben.

Jositsch war von 2001 bis 2006 Schulpräsident in Stäfa. 2007 wurde er in den Nationalrat gewählt, nachdem er wenige Monate zuvor in den Zürcher Kantonsrat nachgerutscht war.

Die Regierungsrats-Kandidatur muss am 6. Oktober noch von der SP-Delegiertenversammlung abgesegnet werden. Damit dürfte es in der Wahl vom 29. November zum Duell zwischen SVP und SP kommen. Die SVP tritt mit dem 54-jährigen Meisterlandwirt und Wädenswiler Stadtpräsidenten Ernst Stocker an.

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