Notter war im Januar 1996 als Nachfolger von Moritz Leuenberger in den Zürcher Regierungsrat gewählt worden, nachdem Leuenberger Bundesrat geworden war. Seither steht er der Direktion der jsutiz und des Inneren vor. Zuvor war der Jurist 1990 bis 1996 vollamtlicher Stadtpräsident der Limmattaler Stadt Dietikon.

Er sei froh, dass er schon in jungen Jahren in die Exekutiv-Politik eingestiegen sei. Nun sei er zwar nicht amtsmüde, aber 21 Jahre als vollamtlicher Exekutivpolitiker seien genug, sagte Notter vor den Medien.

Eine weitere politische Tätigkeit dieser Art strebe er nicht an. Es werde wohl keinen Bundesrat Notter geben, meinte er auf eine konkrete Frage. Ein anderes politisches Amt nach seiner Zeit als Regierungsrat schliesst er jedoch nicht aus. Auf alle Fälle werde er "ein aktives Mitglied der Gesellschaft" bleiben.

Mit Notter verliere die politische Landschaft des Kantons Zürich eine grosse Persönlichkeit und einen brillanten Rhetoriker mit juristischem Feingefühl, sagte SP-Kantonalpräsident Stefan Feldmann.

Bei seiner Wahl 1996 galt Notter als prononcierter Linker, gleichzeitig aber auch als Wunschkandidat der Bürgerlichen. Er geniesst als Politiker über die Parteigrenzen hinaus Respekt. In den letzten Jahren wurde er aber von der SVP immer wieder heftig attackiert.

Notter hatte an der Uni Zürich Jus studiert und 1998 doktoriert. Danach war er ein Jahr am Bezirksgericht Zürich tätig, bevor er 1990 Dietiker Stadtpräsident wurde. Dem Kantonsrat gehörte Notter von 1987 bis zur Wahl in den Regierungsrat an, zuletzt als SP-Fraktionspräsident.