Zürcher Regierungsrat lehnt Rekurs ab - Familie muss ausreisen

Mutter (m) mit ihren Töchtern

Mutter (m) mit ihren Töchtern

Die in Zürich lebende serbische Familie Comagic muss nun doch die Schweiz verlassen. Der Zürcher Regierungsrat hat das Wiedererwägungsgesuch der Mutter und ihrer beiden Töchter abgelehnt. Es fehlten «neue, wesentliche Tatsachen».

Eigentlich hätte die Familie bereits bis Mitte Februar aus der Schweiz ausreisen müssen. Kurz vor der gesetzten Frist hatte der Regierungsrat dann aber aufgrund eines hängigen Rekurses entschieden, dass die Frau und die Zwillings-Töchter vorläufig in Zürich bleiben dürfen.

Der Regierungsrat kommt nun aber zum Schluss, dass die Voraussetzungen für einen schwerwiegenden Härtefall im Fall der Familie "weiterhin nicht erfüllt" sind, wie es in einer Mitteilung heisst. Offensichtlich fehle es an neuen, wesentlichen Tatsachen, die eine Aufenthaltsbewilligung rechtfertigen würden.

Die Verhältnisse im Heimatland der Familie seien nicht derart, dass sich ein Antrag beim Bundesamt für Migration um eine vorläufige Aufnahme der Familie aufdrängen würde.

Der Entscheid des Regierungsrates sei "falsch und willkürlich", sagte der Anwalt der Familie auf Anfrage. "Dass wir den Fall weiterziehen, ist deshalb wahrscheinlich."

Die vierköpfige Familie war 1995 in die Schweiz eingereist, musste das Land aber im Jahr 2000 verlassen, nachdem der Bund ihr Asylgesuch abgelehnt hatte. Nach der Scheidung in Serbien reisten beide ehemaligen Ehepartner wieder nach Zürich zurück und verheirateten sich mit Schweizer Staatsangehörigen.

Beide lebten aber zu keinem Zeitpunkt mit den neuen Ehepartnern zusammen. Laut Regierungsrat hatten sie sich damit in missbräuchlicher Weise den Aufenthalt in der Schweiz gesichert.

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