Gewalt an Zürcher Schulen

Zürcher Oberstufenschüler fühlen sich mehrheitlich sicher

Gewalt vor allem auf dem Pausenplatz

Gewalt vor allem auf dem Pausenplatz

Die allermeisten Oberstufenschülerinnen und -schüler in der Stadt Zürich fühlen sich sicher. Dieses Kernergebnis einer Umfrage repariert ein Stück weit den Imageschaden, den die Stadtzürcher Volksschule nach ein paar aufsehenerregenden «Fällen» erlitten hat.

Von 200 befragten Oberstufenschülerinnen und -schülern aus sämtlichen Stadtkreisen fühlen sich rund 95 Prozent in ihrer Schule "sicher oder eher sicher". Rund 60 Prozent gaben an, seltener als einmal im Monat mit Gewalt konfrontiert zu sein. Rund 20 Prozent sind dies mindestens einmal pro Woche.

Vorab geht es um Plagereien und Mobbing oder um kleinere und grössere Schlägereien, wie Roland Zurkirchen, Leiter der Fachstelle Gewaltprävention, am Montag vor den Medien ausführte. Meist bleibe es bei blauen Flecken. Spitalreif geprügelt wurde im vergangenen Jahr ein Jugendlicher.

Der Pausenplatz ist der Ort im Umfeld der Schule, wo mit Abstand am häufigsten Gewalt ausgeübt wird. Dies könne nicht erstaunen, so Zurkirchen: Dort lernten die Schülerinnen und Schüler unter sich soziales Verhalten. Das Ergebnis zeige, dass es nötig sei, dort mehr Ansprechpersonen bereitzustellen.

Die Umfrage erfolgte im Rahmen des Massnahmenpakets RADAR, welches das Schul- und Sportdepartement vor rund anderthalb Jahren nach aufsehenerregenden Fällen wie dem "Vergewaltigungsfall Seebach" oder der "Horrorklasse" lanciert hatte.

Man dürfe nicht vergessen, dass Gewalt an Schulen eine gesamt-gesellschaftliche Angelegenheit sei, so Stadtrat Gerold Lauber (CVP), Vorsteher des Schul- und Sportdepartement.

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