Zudem hat der Angeklagte seine Freundin bei einer Amokfahrt in Adlikon in Lebensgefahr gebracht und verletzt. Der schon als Jugendlicher kriminell gewordene junge Mann hatte sich vor Obergericht auch wegen weiterer schwerer Delikte zu verantworten.

Am 10. August 2007 wollte der Angeklagte zusammen mit einem Komplizen morgens um 2.30 Uhr in Zürich-Oerlikon einen Passanten ausrauben. Der Komplize schlug dem Opfer zunächst mit einem Bajonett ins Gesicht. Der Angeklagte nahm dann mit dem Auto die Verfolgung auf.

Laut Staatsanwältin hatte er den Flüchtenden "wie ein Reh gejagt". Er sei ihm dann mit etwa Tempo 30 in die Kniekehlen gefahren und habe ihn überrollt. Dann prügelten die beiden Räuber auf den am Boden liegenden Verletzten ein und nahmen ihm den Rucksack mit Geld und Ausweisen sowie ein Mobiltelefon ab.

Eine Woche später fuhr der Angeklagte mit seiner Freundin als Mitfahrerin - laut Anklage "wie ein Verrückter" - mit Tempo 120 von Watt nach Regensdorf. Er verlor die Herrschaft über das Fahrzeug, worauf dieses gegen einen Lieferwagen krachte. Der Lenker flüchtete und wurde kurz darauf verhaftet.

Wie die Staatsanwaltschaft sahen auch die Richter eine Freiheitsstrafe von elf Jahren als gerechtfertigt an. Der Verteidiger hatte sich für eine vierjährige Strafe eingesetzt.