Der Flughafen Zürich hatte das Lärmgebührenmodell 1980 eingeführt, um die unhaltbaren Zustände mit lärmigen Maschinen wie Boeing 747 oder Caravelle zu verbessern. Zusätzlich zur gewichtsabhängigen Landegebühr wurden für die lautesten Flugzeuge (Klasse 1) 800 Franken erhoben. Die Leisesten der Klasse 5 blieben gebührenfrei.

Seither ist das Reglement der lärm- und zeitabhängigen Start- und Landegebühren erst einmal revidiert worden. Im Jahre 2000 wurde die Abgabe für die lautesten Flugzeuge auf 1000 Franken erhöht.

Mit der Lenkungsabgabe sei die erhoffte Wirkung erzielt worden, stellte Priska Seiler Graf (SP, Kloten) fest. Nicht nur, aber auch wegen der Gebühr landeten heute gegen 90 Prozent der Flugzeuge in Zürich in der Klasse 5 und somit gebührenfrei.

Damit seien aber nicht nur die Anreize für den Einsatz noch leiserer Flugzeuge, sondern auch die Einnahmen aus den lärmabhängigen Gebühren in den Flughafen-Lärm-Fonds stark gesunken. Innerhalb der letzten 10 Jahre seien die Erträge um rund die Hälfte zurückgegangen. Die Lenkungsabgabe werde damit zur Farce.

Die Forderung der SP-Kantonsrätin nach einer Anpassung der Lärmgebühren fand mit Ausnahme von SVP und EDU Zustimmung.

Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer (SVP) unterstützte das Anliegen. Sie stellte in Aussicht, zusammen mit der Flughafen Zürich AG und dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) Massnahmen zu prüfen, um die Lärmbelastung weiter zu senken.