Richtplandebatte

Zürcher Kantonsrat billigt Teilrevision des Richtplans

Der Zürcher Kantonsrat hat am Dienstagabend die Teilrevision des kantonalen Richtplans mit 157 zu 1 Stimme genehmigt. Die Bürgerlichen zeigten sich vom Ergebnis erfreut, SP, Grüne und GLP hätten sich einen stärkeren Naturschutz gewünscht.

Baudirektor Markus Kägi sah sich durch die Debatte bestätigt, dass der Kantonsrat das richtige Gremium sei, um über den Richtplan zu entscheiden. Damit sei die demokratische Legitimation auch in strittigen Fragen gewährleistet.

Vor der Schlussabstimmung hatten vor allem die sechzehn neuen Abfalldeponien für ausufernde, teils hitzige Debatten gesorgt. Die Diskussion war einerseits von Lokalinteressen, anderseits von Umweltanliegen geprägt.

In Minderheitsanträgen wurde vergeblich gefordert, sechs dieser möglichen Standorte zu streichen. Dabei wurden etwa Gefahren für die Siedlungsentwicklung hervorgehoben oder auf die drohende Zerstörung intakter Naturlandschaften hingewiesen.

Während der zweitägigen Richtplandebatte befasste sich der Rat vorwiegend mit Gewässer-, Versorgungs- und Entsorgungsfragen. Unter anderem verzichtete er auf einen durchgehenden Uferweg entlang des Zürichsees. Der Richtplan stellt behördenverbindlich die Planungsgrundlage für die nächsten 25 Jahre dar.

Der teilrevidierte Richtplan geht jetzt zur Genehmigung an den Bundesrat. Bereits steht die nächste Teilrevision an: Für das Ausflugsziel Uto Kulm auf dem Üetliberg soll ein kantonaler Gestaltungsplan festgesetzt werden.

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