Zürcher Hundeklubs mit Beschwerde gegen Verbot von Kampfhunden

Maul eines Rottweilers (Archiv)

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Das im vergangenen November vom Zürcher Stimmvolk gutgeheissene Verbot bestimmter Hunderassen wird ein Fall fürs Bundesgericht. Vier Rassenhundeklubs und weitere Hundehalter haben gegen den Volksentscheid staatsrechtliche Beschwerde eingereicht.

Die Beschwerde ans Bundesgericht gegen den Kanton Zürich wurde am 26. Januar eingereicht. Cornelia Bergundthal, Präsidentin des American Staffordshire Terrier Clubs Schweiz, bestätigte auf Anfrage der SDA einen entsprechenden Bericht der "NZZ am Sonntag".

Die Kläger machen geltend, das Verbot bestimmter Hunderassen verstosse gegen die in der Bundesverfassung verankerten Grundrechte. Unter anderem widerspreche das neue Gesetz dem Prinzip der Rechtsgleichheit, der Wirtschaftsfreiheit sowie der Niederlassungsfreiheit. Zudem sei es unverhältnismässig.

Am 30. November hiess das Zürcher Stimmvolk auf Antrag der Regierung ein strengeres Hundegesetz gut. Gegen den Willen von Regierung und Parlament sagten die Zürcherinnen und Zürcher aber auch deutlich Ja (mit über 60 Prozent der Stimmen) zum umstrittenen Verbot bestimmter Hunderassen.

Demnach ist es voraussichtlich ab 2010 im Kanton Zürich nicht mehr erlaubt, American Pitbulls, American Staffordshire Terriers, Bullterriers, Staffordshire Bullterriers und Kreuzungen dieser Rassen zu kaufen, zu züchten oder von aussen mitzubrigen. Regierung und Fachleute wandten sich gegen das Verbot mit dem Argument, es sei kaum durchzusetzen und wiege die Bevölkerung in falscher Sicherheit.

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