Region Brugg

Zu wenig Platz wegen Corona: Bund benötigt weitere Asylunterkünfte

In den Bundesasylzentren mussten die Plätze reduziert werden, um die Abstände einhalten zu können. (Symbolbild)

In den Bundesasylzentren mussten die Plätze reduziert werden, um die Abstände einhalten zu können. (Symbolbild)

In den Bundesasylzentren werden wegen der Coronamassnahmen die Plätze knapp. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) ist auf die Kantone angewiesen.

(agl) Das Coronavirus ist in den vergangenen Monaten bereits mehrfach in Asylzentren ausgebrochen. Wie das SEM am Donnerstag mitteilte, wurden insgesamt rund 160 Asylsuchende positiv auf das Virus getestet. Die Unterbringungssituation in den Asylzentren sei zurzeit angespannt. Unter normalen Umständen gäbe es in den Bundesasylzentren rund 4500 Plätze. Damit alle Hygiene- und Abstandsmassnahmen eingehalten werden können, wurde diese Zahl jedoch auf 2300 reduziert. Mehr als 90 Prozent der Plätze seien bereits besetzt, schreibt das SEM.

Der Bund muss also ausbauen, und tut das auch bereits. Wie es in der Mitteilung heisst, wird Ende November eine Militärhalle im aargauischen Brugg in Betrieb genommen, zwei weitere Unterkünfte in den Kantonen Thurgau und Baselland würden vorbereitet. Laut Mitteilung werden aber noch weitere Strukturen dringend gesucht, wobei das SEM auf die Unterstützung durch die Kantone angewiesen sei.

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