In Zürich und Bern fiel der September 0,6 Grad wärmer aus, in Lugano gar 1,2 Grad. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Klimabulletin von MeteoSchweiz hervor. Bis Ende Monat dürften die positiven Abweichungen den Angaben zufolge noch zunehmen.

Den warmen Temperaturen zum Trotz zeigte sich der September nicht nur von seiner freundlichen Seite: In weiten Teilen der Deutschschweiz fiel überdurchschnittlich viel Regen. Nur wenig regnete es hingegen bisher auf der Alpensüdseite und im Engadin.

Auf der Alpensüdseite fiel auch die Sonnenscheindauer überdurchschnittlich aus. Im Mittelland war der September bisher ebenfalls sonniger als normal. In den zentralen und östlichen Alpen schien die Sonne örtlich hingegen weniger als im langjährigen Mittel.

Hitzetage zu Beginn

Begonnen hatte der September noch hochsommerlich: Die höchsten Temperaturen wurden an den Stationen Würenlingen AG und Leibstadt AG mit 30,3 Grad am 5. September gemessen. In Genf-Cointrin wurde der erste Hitzetag im September seit 1987 registriert.

Dann aber bereiteten starke Regenfälle dem Sommer ein jähes Ende. Insbesondere am Lago Maggiore fiel sehr viel Regen: In Brissago TI wurden am 8. September vom Nachmittag bis Mitternacht 180,2 Millimeter Regen gemessen, was drei Viertel der normalen September-Regensumme an diesem Ort entspricht.

Im Norden die Tageshöchstwerte auf unter 15 Grad und die Sonne machte sich rar. Mitte Monat kam die Schneefallgrenze auf unter 15 Grad und die Sonne machte sich rar. Mitte Monat kam die Schneefallgrenze vorübergehend sogar auf 1100 bis 1500 Meter herunter.

In der vergangenen Woche zeigte sich der September dann wieder versöhnlich: Ein Hochdruckgebiet sorgte für sonniges und mildes Wetter.