Sicherheitsdienst
Zivildienstler fürchten Übernahme durch Militär

Eine Arbeitsgruppe des Bundes diskutiert ein Zusammengehen von Zivildienst und Zivilschutz. Die Experten prüfen die Schaffung eines neuen Sicherheitsdienstes, dem auch Feuerwehr und Rettungsdienste angegliedert werden könnten.

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Zivildienstler bei einem Gruppeneinsatz bei der Biotop-Pflege

Zivildienstler bei einem Gruppeneinsatz bei der Biotop-Pflege

Keystone

Eine Arbeitsgruppe des Bundes diskutiert ein Zusammengehen von Zivildienst und Zivilschutz, wie die "NZZ am Sonntag" in Erfahrung bringen konnte.

Die Experten prüfen die Schaffung eines neuen Sicherheitsdienstes oder Katastrophenschutzes, dem auch Feuerwehr und Rettungsdienste angegliedert werden könnten.

Das hätte aus Sicht der Befürworter den Vorteil, dass so eine schlagkräftige Mannschaft für sinnvolle Aufgaben entstünde. Angedacht sind etwa präventive Einsätze gegen Naturkatastrophen, wie das Erstellen von Bachverbauungen oder Hangsicherungen.

Beim Zivildienstverband Civiva kommt ein solches Modell denkbar schlecht an: "Eine Zusammenlegung kommt für uns nicht infrage", sagt Civiva-Präsident Heiner Studer in der "NZZ am Sonntag".

Die Zivis hätten sich bewusst gegen das Militär entschieden. Darum sollen sie nicht auf diesem Weg dem VBS und damit "dem sicherheitspolitischen Denken unterstellt werden", sagt der ehemalige Nationalrat (evp.) "Das würde bei einer Fusion der beiden Dienste zwingend geschehen."

Vorbehalte äussert auch FDP-Nationalrat und Sicherheitspolitiker Walter Müller, der den Zivilschutzverband präsidiert: Ein Zusammenschluss wäre aus seiner Sicht problematisch.

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