Hochwald

Zentrum ist bald fertig

Bald Eröffnung: Ab Anfang Juli können die Kunden hier einkaufen.

Richtfest_Hochwald

Bald Eröffnung: Ab Anfang Juli können die Kunden hier einkaufen.

Einen langen und dornenvollen Weg hat die Realisierung des neuen Gemeindezentrums in Hochwald hinter sich. 6,5 Millionen Franken Baukosten und die unvorgesehene Teuerung im Stahl- und Treibstoffsektor hatten für heftige Diskussionen gesorgt.

Jürg Jeanloz

Dem Wunsch einer Hochwaldner Mäzenin, im Dorf einen Laden anzusiedeln, begegnete der Gemeinderat mit einem Grossprojekt, das neben dem Laden fünf Alterswohnungen, eine Cafeteria, die Gemeindeverwaltung und einen separaten Werkhof vorsah. 6,2 Millionen sollte das Werk kosten, wovon 3,8 Millionen Franken von der Gemeinde bezahlt würden.

Nachtragskredit eingeholt

Ende 2007 musste die Exekutive an der Gemeindeversammlung einen Nachtragskredit von 300 000 Franken einholen, da die Teuerung im Bau- und Treibstoffsektor stark angestiegen war. Das sorgte für Unmut in der Bevölkerung.

Die Liegenschaft an der Hauptstrasse steht kurz vor der Vollendung und passt ausgezeichnet ins Dorfbild. Der Laden befindet sich im Dorfzentrum und die Postautohaltstelle ist gleich nebenan. «Wir werden das neue Budget einhalten», erklärt Gemeindepräsident Stephan Renz. Einzig mit dem Terminplan seien sie des strengen Winters wegen um zwei Monate im Verzug. Im Vergleich zu einer Planungszeit von sechs Jahren könne das aber verkraftet werden.

Eröffnung am 2. Juli

Am 2. Juli soll der Volg-Laden eröffnet werden, Anfang September zügelt die Gemeindeverwaltung an den neuen Standort und am 1. Oktober sind die fünf Wohnungen bezugsbereit. «Für die Cafeteria haben wir leider noch keinen Pächter», ergänzt Renz. Der Rat überlege sich weitere Nutzungsmöglichkeiten.

Für die Alterswohnungen wurde eine Genossenschaft gegründet. Wie deren Präsident Marco Fischer erläutert, ist die 3½-Zi.-Wohnung vermietet, wogegen die vier 2½-Zi.-Wohnungen noch frei sind. Es seien auch jüngere Leute willkommen, um eine Wohnung zu mieten. Mit einem Preis von 1230 Franken inkl. Nebenkosten und Lift sei der Mietzins moderat. 51 Genossenschafterinnen und Genossenschafter haben sich an diesem Stockwerkeigentum beteiligt, das total 1,53 Millionen Franken kostet.

Einen Wermutstropfen für das Projekt bedeutet die Sanierung des Hollenrainwegs, der zur Werkhalle hinter dem Hauptgebäude führt. Die Kosten für die Verlegung der Wasser- und Abwasserleitungen sowie für den Strassenbelag betragen 230 000 Franken, die teilweise von zwei privaten, beitragspflichtigen Liegenschaftsbesitzern mitgetragen werden müssen. Die Einsprache eines Anstössers ist immer noch hängig.

Gelungenes Projekt

Am Richtfest für die Handwerker und die weiteren geladenen Gäste zeigte sich Gemeindepräsident Renz sehr erfreut über das gelungene Projekt. Er erinnerte daran, dass der Spatenstich vor gut einem Jahr erfolgt sei und die alte Scheune abgebrochen werden musste. Der Untergrund sei teilweise schlecht gewesen und die Ausführungen hätten erheblich geändert werden müssen. Eher belustigt hätten ihn die bösen Zungen im Dorf, die beim Einbau eines schweren Doppel-T Stahlträgers im Dachgiebel behaupteten, die Gemeindeverwaltung müsse vor tief fliegenden Flugzeugen geschützt werden.

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