Gesundheitskosten

Zehntausenden wird 2015 die Verbilligung der Krankenkassen-Prämien gestrichen

Die Krankenkassenkosten explodieren – nun soll der Rotstift angesetzt werden bei der Prämienverbilligung

Die Krankenkassenkosten explodieren – nun soll der Rotstift angesetzt werden bei der Prämienverbilligung

Die Prämienverbilligung – eine viel geschätzte Reduzierung der Krankenkassenkosten für finanziell schwächere Bürger. Doch nun könnte es soweit kommen, dass vielen im Jahr 2015 die Prämienverbilligung gestrichen wird.

Für viele Schweizer bedeutet das kommende Jahr, dass Sie die staatliche Unterstützung für die Krankenkasse verlieren.

Gemäss einem Bericht der „Schweiz am Sonntag“ sinkt die Zahl der Empfänger von Prämienverbilligung in den zehn Schweizer Kantonen, die einen Abbau beschlossen haben, um insgesamt mindestens 70‘000.

Lediglich der Kanton Zürich baut die Unterstützung aus und zahlt 2015 voraussichtlich 20‘000 Personen zusätzlich eine Subvention aus, so dass unter dem Strich 50‘000 Schweizer weniger als bisher Prämienverbilligung erhalten.

In der Prämiensubvention herrscht Kantönligeist. In einigen Kantonen wird die Verbilligung automatisch ausgerichtet, in anderen nur auf Antrag. In Appenzell Innerrhoden erhält jeder Dritte Unterstützung, im Baselbiet dagegen nur jeder Fünfte.

Klar ist aber: Viele Familien mit tiefen Einkommen sind auf die Prämienverbilligungen angewiesen, denn sie machen jährlich Tausende von Franken aus. Und so wird denn auch heftig um die Budgets gestritten.

Obwohl das neue Jahre vor der Tür steht, gibt es noch immer Kantone, die nicht sagen wollen, wie viele Menschen voraussichtlich 2015 in Genuss von Prämienverbilligung kommen werden.

Der Vertreter der Ausgleichskasse Obwalden etwa begründet dies mit «taktischen Gründen». Vielerorts wird auch noch um Budgets gestritten.

So weigert sich die Berner Regierung, den Sparbeschluss des eigenen Parlaments umzusetzen und im Kanton Solothurn wurde gegen die Abbaupläne das Referendum ergriffen. (sha)

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