Allein in Diyarbakir waren rund 2000 Polizisten abgestellt, um befürchteten Ausschreitungen wie in den vergangenen Jahren zu begegnen. Die Kurden nehmen das Neujahrsfest zum Anlass, für mehr Rechte für ihr Volk zu demonstrieren.

Der Vorsitzende der grössten türkischen Kurdenpartei DTP, Ahmed Turk, forderte in einer immer wieder von Applaus unterbrochenen Rede, die türkische Regierung müsse auf Vertreter der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zugehen, um den Kurdenkonflikt zu lösen.

Über die Beteiligung an der Demonstration gab es sehr widersprüchliche Angaben: Während die Veranstalter von der DTP von bis zu einer Million Demonstranten sprachen, gaben örtliche Vertreter die Zahl mit 55 000 an.

Die Lage in den türkischen Kurdengebieten gilt besonders im Vorfeld der für den 29. März geplanten Kommunalwahlen als angespannt. In der Türkei leben jüngsten Erhebungen zufolge etwa zwölf Millionen Kurden. Das Neujahrsfest Newroz wird unter anderem von Kurden, Persern und vielen Turkvölkern gefeiert.