Irak

Zehntausende Iraker demonstrieren in Nadschaf gegen US-Präsenz

Parolen gegen "Besatzer" und für Schiiten-Führer Sadr

Parolen gegen "Besatzer" und für Schiiten-Führer Sadr

Zehntausende Iraker haben am siebten Jahrestag des Sturzes von Saddam Hussein gegen die Präsenz der US-Armee im Land demonstriert. In der den Schiiten heiligen Stadt Nadschaf skandierten die Menschen Parolen gegen die internationalen Vertreter.

Dazu schleiften sie Flaggen der USA, Grossbritanniens und Israels durch den staubigen Bogen und trampelten auf ihnen herum. Zu den Protesten hatte der radikale schiitische Prediger Moktada Sadr aufgerufen.

Die Sadr-Bewegung gilt nach ihrem Erfolg bei den Parlamentswahlen Anfang März als möglicher Koalitionspartner. Moktada Sadr ist ein entschiedener Gegner der US-Präsenz im Irak. Er soll mehrere Jahre zu religiösen Studien im benachbarten Iran verbracht haben.

Wenige Wochen nach dem Einmarsch der internationalen Truppen im Irak hatten hunderte Iraker unterstützt von US-Soldaten am 9. April 2003 bei einer Massenkundgebung auf dem Ferdus-Platz in Bagdad in einem symbolischen Akt die Statue des Machthabers vom Sockel gestossen. Im Dezember 2003 wurde Saddam Hussein dann gefasst und drei Jahre später hingerichtet.

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