Tag der Arbeit

Zehntausende an Kundgebungen zum 1. Mai in europäischen Städten

Demo am Brandenburger Tor in Berlin

Demo am Brandenburger Tor in Berlin

Weltweit haben zigtausende Menschen an 1.-Mai-Feiern teilgenommen. Dominierendes Thema der Reden zum Tag der Arbeit war die Weltwirtschaftskrise. Die Kundgebungen verliefen mit wenigen Ausnahmen friedlich.

In Istanbul kam es zwischen der Polizei und linken Demonstranten zu Strassenschlachten. Mindestens acht Menschen wurden bei den Zusammenstössen verletzt.

Auch in Athen kam es zu Krawallen. Nach einem friedlich verlaufenen Demonstrationszug spalteten sich nach Polizeiangaben rund 300 Randalierer ab. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Demonstranten vor.

In Russland wurden zahlreiche Oppositionsanhänger auf Kundgebungen gegen die Anti-Krisen-Politik des Kremls festgenommen. In St. Petersburg wurden etwa 200 Anhänger anarchistischer und antifaschistischer Organisationen in Gewahrsam genommen, wie der Radiosender "Echo Moskwy" berichtete. Auch in Moskau gab es Festnahmen.

In mehreren deutschen Städten kam es bei Demonstrationen linker und rechter Gruppen zu Krawallen und Auseinandersetzungen mit der Polizei. Bei einem Aufmarsch von rund 1000 Neonazis in Ulm wurden Polizisten und Demonstranten durch Stein- und Flaschenwürfe von linken Gewalttätern verletzt.

Zentrales Thema bei den 1.-Mai-Kundgebungen in Deutschland waren die Folgen der tiefsten Wirtschaftskrise seit rund 80 Jahren. Die Reichen sollten angesichts der Wirtschaftskrise stärker zur Kassen gebeten werden, forderten Gewerkschaftsvertreter. Ver.di-Chef Frank Bsirske machte sogar den Vorschlag, Managergehälter bis zu 80 Prozent zu besteuern.

In Frankreich hatten die Gewerkschaften erstmals geschlossen zu den traditionellen Kundgebungen aufgerufen. Allein in Paris nahmen laut Gewerkschaften 160 000 Menschen an der Protestkundgebung teil.

Die schlechte Wirtschaftslage stand auch im Zentrum der Mai-Kundgebungen in Spanien. Zehntausende demonstrierten gegen den rapiden Anstieg der Arbeitslosigkeit in ihrem Land.

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