Unglück
Zehn Personen bei Lawinen im Wallis mitgerissen – prekäre Verhältnisse dauern an

Bei drei Lawinen ausserhalb gesicherter Skigebiete sind am Samstag im Wallis zehn Personen mitgerissen worden. Eine Person wurde dabei nach Polizeiangaben verletzt. Die Walliser Behörden warnen vor erheblicher Lawinengefahr.

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Die Lawinengefahr im Wallis bleibt hoch. (Archivbild)

Die Lawinengefahr im Wallis bleibt hoch. (Archivbild)

Keystone

Eine Lawine hatte sich am Samstag um 10.35 Uhr in Siviez VS gelöst und drei Personen mitgerissen. Rund drei Stunden donnerte eine weitere Lawine im selben Gebiet zu Tal. Sie riss fünf Personen mit sich. Schliesslich kam es in Arolla VS zu einem weiteren Lawinenniedergang, wobei zwei Personen vom Schnee verschüttet wurden.

Die Situation bleibe gefährlich, teilte die Walliser Kantonspolizei mit. Laut dem Schweizerischen Institut für Schnee und Lawinenforschung (SFL) sind vor allem Nordhänge von Lawinen bedroht. Der Aufbau der Schneedecke sei nicht mehr klar zu erkennen. Es könnten sich spontan Lawinen lösen.

Die prekären Verhältnisse dürften in den kommenden Tagen andauern. Die Situation könnte sich verschärfen, ist doch laut SRF Meteo am Sonntag und Montag mit einem kräftigen Föhnsturm in den Alpen zu rechnen. Lokal könnte es zu Orkanböen kommen.

In der West- und Nordwestschweiz bläst von Sonntagnachmittag bis Montagmorgen ein starker bis stürmischer Südwestwind mit Böen von 50 bis 80 Kilometer pro Stunde. Auf Hügeln und an exponierten Lagen sind Windgeschwindigkeiten von 80 bis 110 km/h möglich.

Vor alle in den westlichen und südlichen Landesteilen ist am Montag mit Schneefall bis in tiefe Lagen zu rechnen. Die Schneefallgrenze liegt dabei zwischen 500 und 800 Metern, im Süden teilweise tiefer. Im Tessin wird Schneeglätte erwartet, insbesondere an den Südportalen.