Schweiz

Zahl der über 65-jährigen Internetnutzer hat sich in zehn Jahren in der Schweiz verdoppelt

Senioren in einem Laptop-Kurs von Pro Senectute 2019. Heute nutzen laut einer Studie Organisation drei Viertel der über 65-Jährigen das Internet.

Senioren in einem Laptop-Kurs von Pro Senectute 2019. Heute nutzen laut einer Studie Organisation drei Viertel der über 65-Jährigen das Internet.

Digitale Angebote sind bei Senioren beliebt: Drei Viertel der über 65-Jährigen sind laut Pro Senectute online unterwegs. Das sind doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Und immer mehr nutzen Smartphones.

(dpo) Der Anteil der über 65-Jährigen Internetnutzerinnen und Internetnutzer hat sich innert eines Jahrzehnts beinahe verdoppelt. Und zwar von 38 auf 74 Prozent. Die mobile Nutzung ist in diesem Zeitraum gar um mehr als das doppelte gestiegen – nämlich von 31 auf 68 Prozent. Damit sind die Nutzerzahlen der jüngeren Senioren fast identisch mit denen der berufstätigen Bevölkerung, schreibt Pro Senectute am Freitag in einer Mitteilung zu einer entsprechenden Studie.

Der digitale Graben zwischen Jung und Alt ist damit allerdings noch nicht verschwunden, sondern hat sich laut Pro Senectute nur verschoben. Ältere Menschen, die das Internet nicht nutzen, seien inzwischen aber klar in der Minderheit und über 80 Jahre alt. Bei den über 85-Jährigen nutzten beispielsweise nur noch 35 Prozent das Internet.

Nutzung digitaler Angebote hat wegen Corona zugenommen

Aus der Studie geht weiter hervor, dass 69 Prozent der befragten Senioren ein Smartphone nutzen. 81 Prozent davon nutzen ihr iPhone oder Android sogar täglich. Trotzdem bleiben Fernsehen und Radio mit 93 respektive 89 Prozent die wichtigsten Informationsquellen der Senioren, schreibt Pro Senectute in ihrer Mitteilung.

Laut der Fach- und Dienstleistungsorganisation für das Alter haben ältere Menschen die Nutzung digitaler Angebote infolge der Coronakrise allerdings intensiviert. So hätten viele Familien wegen der physischen Distanz die Nutzung von Anwendungen wie Facetime oder Zoom mit ihren Grosseltern geübt. Doch es gebe immer noch ältere Menschen ohne Internetzugang. «Wir müssen dafür sorgen, dass die Seniorinnen und Senioren nicht ausgegrenzt werden und den Anschluss verlieren», zitiert Pro Senectute ihren Präsidenten, Alain Huber, in der Mitteilung.

Im Auftrag von Pro Senectute hat die Universität Zürich für die Studie «Digitale Senioren 2020» 1149 Menschen im Alter ab 65 Jahren zu ihrem Umgang mit digitalen Kommunikationstechnologien befragt. Nach 2010 und 2015 ist es die dritte nationale Erhebung dieser Art.

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