Schiessstände
Zahl der Schiessanlässe nimmt ab

Auf der RSA (Regionalschiessanlage) in Oeschgen musste im Jahr 2008 ein Rückgang der Schiesstätigkeit verzeichnet werden. Der 50-Meter-Stand ist neu mit einer elektronischen Trefferanzeige ausgestattet. Inzwischen sind die Kugelfänge saniert und das künstliche Kugelfangsystem ist eingebaut. Zudem tritt Regierungsrat Alex Hürzeler als Verbandspräsident zurück.

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Schiessanlage Oeschgen

Schiessanlage Oeschgen

Aargauer Zeitung

Wie aus der Statistik der Regionalschiessanlage Schlauen in Oeschgen hervorgeht, werden immer weniger Schiessanlässe durchgeführt. Dennoch gab und gibt es immer wieder Höhepunkte. Doch die Negativtendenz hält gemäss aktuellem Belegungsplan an. Die Beiträge der Gemeinden Schupfart und Gipf-Oberfrick für deren Obligatorisch-Schützen sinken auch stetig. Dies alles wirkte sich negativ aus auf die Betriebsrechnung, die für 2008 Mehrausgaben von 990 Franken verzeichnete. Durch Rückstellungen in den Scheibenfonds im Betrag von 3490 Franken ergab sich ein neuer Stand von 83 760 Franken.

Die Verbandsrechnung 2008 konnte mit einem Ertragsüberschuss von gut 5990 Franken abgeschlossen werden. Stand des Eigenkapitals Ende 2008: rund 34 760 Franken.

«Kantonales» 2012 im Fricktal

Der Final des 25. Sius-Ascor-Cups war einer der Höhepunkte der Saison 2008 in der Regionalschiessanlage Schlauen in Oeschgen, auf der stets weniger Schiessanlässe sattfinden. Ausgehend vom Gruppenstich, folgte dann als krönender Abschluss der erstmals im Aargau durchgeführte Cupfinal: Spitzenschützen aus der ganzen Schweiz lieferten sich ein spannendes Wettschiessen in Oeschgen. Nicht minder interessant dürfte es auf der RSA in Oeschgen auch im Jahr 2012 zu- und hergehen. Dann findet nämlich das Kantonale Schützenfest im Fricktal statt. Gemäss Ueli Amsler aus Frick, dem Präsidenten der Betriebskommission der Regionalschiessanlage, laufen die Vorarbeiten zu diesem Grossanlass gut an. Das Organisationskomitee ist gewählt und das kantonale Zivilschutz-Ausbildungszentrum in Eiken als mögliches Schiesszentrum von der Planungsgruppe bereits besichtigt worden. (chr)

Erfreulicherweise unfallfreie Saison

Dem Gemeindeverband der RSA gehören Eiken, Frick, Laufenburg, Oeschgen und Sisseln an. «Im Rückblick auf die Saison 2008 kann von einem unfallfreien und weitgehend erfreulichen Betriebsjahr gesprochen werden», hielt Verbandspräsident Alex Hürzeler in seinem Rechenschaftsbericht fest, der noch bis zum 14. Juli in den Gemeindeverwaltungen der Verbandsgemeinden öffentlich zur Einsichtnahme aufliegt, zusammen mit dem Bericht der Betriebskommission, der Rechnung 2008 und dem Voranschlag 2010.

Das Verbandsjahr 2008 der RSA in Oeschgen war geprägt von der Sanierung der Kugelfänge bei der 300- und bei der 50-Meter-Anlage sowie dem Einbau des KKF, des künstlichen Kugelfangsystems.

Gewässer belastet - Sanierung nötig

Aufgrund der gewässerökologischen Vorabklärungen des Kantons sei eine Belastung des Gewässers (Bächlein) bei der 50-Meter-Anlage festgestellt worden, sodass eine Sanierung dieses Kugelfangs als zwingend erachtet wurde, wie es in Präsident Hürzelers Rechenschaftsbericht heisst. «Zwar ist beim Kugelfang der 300-Meter-Anlage noch kein spürbarer Einfluss auf das Gewässer festgestellt worden. Doch die Bleibelastung war unbestritten hoch.»

Ein Fall für den Eintrag im Altlastenkataster als belasteter Standort, weshalb der Gemeindeverband beschloss, die Sanierung ausführen zu lassen (die Arbeiten konnten erst im April dieses Jahres abgeschlossen werden). Es ist gemäss Kostenvoranschlag mit einem Bruttoaufwand von 519 000 Franken zu rechnen. Abzüglich der Beiträge von Bund, Kanton und Sport-Toto verbleiben noch Nettokosten von etwa 330 000 Franken für die Verbandsgemeinden, deren Stimmberechtigte die Kreditanträge an den Rechnungs-Gemeindeversammlungen 2008 genehmigt hatten.

Alex Hürzeler wünscht «guet Schuss»

«Infolge des Wahlkampfs und der daraus erfolgten Wahl zum Regierungsrat des Kantons Aargau, konnte ich meinem Amt als Verbandspräsident leider nicht mehr vollumfänglich gerecht werden», hielt Alex Hürzeler in seinem Rechenschaftsbericht fest. Er trat zurück und wünschte weiterhin «guet Schuss». Bis zu den Neuwahlen in den Vorstand in einem Jahr wird Rudolf Lüscher (Vizepräsident), Laufenburg, die präsidialen Geschäfte interimistisch führen. (chr)

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