Wolfsangriffe

WWF fordert Umverteilung von Direktzahlungen

Ein Hirtenhund bewacht Schafe

Ein Hirtenhund bewacht Schafe

Schafhalter, die ihre Tiere unbewacht vor Wölfen weiden lassen, sollen künftig keine Direktzahlungen des Bundes mehr erhalten. Dies verlangt der WWF.

Hingegen sollen neu die höchsten Subventionen für jene Tiere bezahlt werden, welche gleichzeitig von Hirten und von Herdenschutzhunden beaufsichtigt werden. Mit den geforderten Massnahmen will der WWF laut einer Mitteilung finanzielle Anreize schaffen, Schafe besser zu schützen und damit die Anzahl gerissener Tiere zu senken.

Die Umweltorganisation will so Konflikte zwischen Wölfen und Schafhaltern vermeiden, die schliesslich zum Abschuss der Raubtiere führen. Seine Forderungen will der WWF in den nächsten Tagen beim Bundesamt für Landwirtschaft deponieren, wie WWF-Experte Kurt Eichenberger gegenüber der Nachrichtenagentur SDA ausführte.

Damit Tierhalter den Herdenschutz nicht auf die leichte Schulter nehmen, verlangt der WWF im weiteren eine Verschärfung der Kriterien für Abgeltungszahlungen durch den Bund: Für gerissene Schafe, die ungeschützt in potentiellen Wolfsgebieten geweidet wurden, soll in Zukunft kein Geld mehr an die Schafhalter fliessen.

Der WWF fordere alle Kantone auf, Herdenschutzmassnahmen vorzubereiten, bevor der Wolf bei ihnen eintreffe. Vielerorts ist das allerdings schon der Fall.

Die Diskussion rund um die Wiederansiedlung des Wolfes war in den letzten Wochen neu aufgeflammt, nachdem Raubtiere in den Kantonen Luzern, Wallis, Bern, Freiburg und Waadt Schafe gerissen hatten.

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