Connyland
Wurden die Delfine doch vergiftet? Neue Kontroverse um Todesursache

Ein bisher unveröffentlichtes Gutachten wirft neue Fragen auf zum Tod der Delfine im Connyland. I Urin der beiden Meeressäuger wurde ein Opium Derivat gefunden. Die Verantwortlichen sind noch immer überzeugt, dass ihre Tiere vergiftet wurden.

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Wurden die Delfine im Connyland vergiftet?

Wurden die Delfine im Connyland vergiftet?

Keystone

Ein bisher unveröffentlichtes Gutachten wirft neue Fragen zum Tod der Connyland-Delfine auf. Wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet hat das Institut für Rechtsmedizin in St. Gallen im Urin der beiden Meeressäuger ein Opium-Derivat gefunden. Das Schmerzmittel Buprenorphin kann zu einer verlangsamten Atmung führen.

Die Untersuchung wurde von der Thurgauer Staatsanwaltschaft angeordnet, die wegen des laufenden Verfahrens keine Stellung nehmen will. Nils van Elk, Tierarzt des europäischen Verbands für Meeressäugetiere, kritisiert aber die Behörden. Sie hätten es versäumt, diesem entschiedenen Befund nachzugehen.

Das Connyland bekräftigt auf Anfrage, dass weder ihre Tierärzte noch andere Angestellte dieses Medikament einsetzen. Die Verantwortlichen sind noch immer überzeugt, dass die Tiere vergiftet wurden. Wie der Tierarzt des Zoo Zürich, Jean-Michel Hatt, erklärt, wird das Schmerzmittel Buprenorphin in der Tiermedizin allerdings öfters verwendet. Auch Menschen nutzen das rezeptpflichtige Medikament. Entscheidend sei immer die Dosierung. «Gibt man zu viel, kann es gefährlich werden.»

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