Der Kadaver wurde von einem Passanten entdeckt und der kantonalen Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere gemeldet. Die Kantonspolizei Wallis barg das tote Tier, das eine Schusswunde aufwies, wie es am Freitag in einer Mitteilung hiess. Weitere Angaben zu den genauen Umständen am Fundort gab es von der Kantonspolizei auf Anfrage nicht.

Ein ähnlicher Vorfall hatte sich im März 2016 ereignet. Damals wurde am Ufer des Rotten bei Raron VS ein stark verwester Wolfskadaver entdeckt. Das Tier mit der Bezeichnung M63 starb an den Folgen von Schüssen und wurde von einem Fischer gefunden.

Die Strafuntersuchung wurde 2017 mangels Beweisen eingestellt, nach dem Auftauchen neuer Elemente jedoch wieder aufgenommen. Dies führte schliesslich zur Anklage gegen einen deutschen Rentner. Dieser wurde jedoch im Juni 2018 vom Bezirksgericht in Brig wegen ungenügender Indizienlage freigesprochen.

Im Februar 2017 wurde im Val d'Anniviers im Unterwallis die tote Wölfin F16 gefunden, in deren Schulter eine Kugel steckte. Ein Jahr später erschoss ein Walliser Jäger während einer Fuchsjagd irrtümlich die Wölfin F28. Er informierte unverzüglich die Behörden. Auch hier wurde eine Untersuchung eingeleitet.