Der Dietiker Stadtrat legt die Vorlage für den Gestaltungsplan Schächli in Dietikon dem Parlament zur Genehmigung vor. Der Plan legt nicht nur die Rahmenbedingungen für den Neubau der Siedlung fest, er beinhaltet auch städtebauliche Überlegungen: Im Vordergrund stehen ein angemessener Lärmschutz für das Altbergquartier und die Verbesserung der Fussgänger- und Veloverbindung zwischen dem südlich gelegenen Bahnhof Dietikon und dem nördlich gelegenen neuen Stadtteil Limmatfeld.

Notwendig geworden ist der Gestaltungsplan, nachdem die gemeinnützige Baugenossenschaft Schächli beschlossen hatte, ihre 1948 erstellten sozialen Wohnungen zu ersetzen, und der Stadtrat 2005 für das Quartier ein Entwicklungskonzept festgesetzt hatte. Die öffentliche Auflage des Gestaltungsplans hat zwei Stellungnahmen mit insgesamt vier Einwendungen ergeben, die gemäss Stadtrat «aus verschiedenen Gründen» nicht berücksichtigt werden konnten, wie er in seinem Antrag ans Parlament schreibt.
Eine Renovation der Schächli-Wohnungen kam für den Genossenschaftsvorstand nicht infrage. Die Anpassung der Wohnungen an moderne Standards hätte weniger rentiert als die vorgesehenen Neubauten. Allerdings soll sich auch künftig eine ähnliche Klientel einmieten können wie zuvor. Geplant sind 46 Wohnungen für Alleinerziehende und Familien mit geringem und mittlerem Einkommen. Ein Bezug ist frühstens 2011 möglich.

Die Wohnungen liegen in zwei Bauten. Eine erste grössere Überbauung lehnt sich an die Überlandstrasse an und ist deshalb gebogen. Sie dient auch als Lärmriegel. Eine zweite Überbauung liegt südlich davon. Beide werden von der Genossenschaft Schächli realisiert. Der Gestaltungsplan ermöglicht auch eine dritte Baute mit bis zu 30 Wohnungen, und zwar entlang der SBB-Linie. Gemäss Antrag an das Stadtparlament kann die Baustellenerschliessung nicht direkt auf die Überlandstrasse erfolgen, um den dortigen Verkehrsfluss nicht zu beeinträchtigen. (jk)