Bis zum 5. April können die Laufner im Rahmen der Mitwirkung zum Quartierplan «Bündtenweg Süd» und der Quartierplanpflicht «Bündtenweg Nord» zu einem Wohnbauprojekt zwischen Coop und Birs Stellung nehmen. Ein Teil des Baugebietes ist heute als Coop-Parkplatz bekannt.

Das Gebiet sollte bereits unter dem Titel «Überbauung Birspark» genutzt werden, doch das Vorhaben scheiterte. Stadtrat Alexander Imhof sagte bei einer Information zur laufenden Mitwirkung, er begrüsse die Investition beim Bahnhof und den Einkaufszentren, weil sie «vereinbar ist mit dem Ziel einer moderaten, nachhaltigen Bevölkerungsentwicklung».

Nachbarparzelle einbezogen

Bei der Quartierplanung wurden Fragen nach dem Hochwasserschutz und der Richtigkeit des Projekts gestellt und Varianten verglichen. Dabei zeigte sich laut Imhof, dass die Nachbarparzellen in die Planung einbezogen werden sollten. Das sei geschehen und werde mit einer Quartierplanpflicht für «Bündtenweg Nord» sichergestellt.

Die kantonale Arealbaukommission begrüsst das vorliegende Projekt, das eine erhöhte Nutzungsziffer von 1,8 vorsieht. Auch die Mehrheit der Laufner Bau- und Planungskommission stellt sich hinter das Projekt. Eine gewisse Unsicherheit besteht mit einem möglichen Anschluss über das Areal an die zukünftige Umfahrung von Laufen, die der Kanton prüfe.

«Der Bebauungsvorschlag nimmt massstäblich auf die bestehenden Bauten Bezug», sagte der Architekt Heinz Jeker von den Basler Architekten Zwimpfer und Partner. Dementsprechend sind gegen Süden drei- und viergeschossige Gebäude vorgesehen, gegen Norden ein vier- und ein neungeschossiges.

Diese schaffen ein Gegengewicht zum bestehenden mächtigeren Imola-Gebäude. Es wird aber noch genauer abgeklärt, wie sich die Gebäudehöhen zu den Nachbargebäuden verhalten. Höhere Gebäude ermöglichen eine höhere Nutzung und mehr freie Fläche auf dem Areal. «Bei der Ausrichtung nehmen wir die Ost-West-Anordnung der Nachbargebäude auf. Das öffnet den Blick zur Birs», betonte Heinz Jeker.

Baubeginn Ende 2010?

Das vorliegende Projekt sei eine von drei Varianten, die man als Entscheidungsgrundlage ausgearbeitet habe. Es berücksichtige den Minergiestandard, verfüge über eine hohe Wohnqualität und erlaube eine ökonomische Bauweise. Als Investor engagiert sich die Unfallversicherung Suva. In der Diskussion wurde nach dem Bauablauf gefragt.

Im Idealfall könnte Ende 2010 Baubeginn sein, und Anfang 2012 wären die bis zu 50 Wohnungen fertig. Von Hans Herter, Mitglied der Bau- und Planungskommission, und Ruedi Schmidlin wurde die hohe Nutzungsziffer kritisiert. Auch sagten sie, das Projekt bringe viele Vorteile für die Bauherrschaft und die Landbesitzer, aber es werde nur wenig für die Allgemeinheit geleistet.

Die Laufner Stadtpräsidentin Brigitte Bos erwähnte den geplanten öffentlichen Fussweg und ermunterte die Bevölkerung, weitere Vorschläge einzubringen. Einige Anwesende begrüssten das Projekt und klagten, es werde eher aus politischen als aus sachlichen Gründen in Frage gestellt.