Banga
«Wohlgelittenes» Team geht in eine neue Runde

Die Wahl des Stadtpräsidenten und des Vizestadtpräsidenten war eine Formsache. Kein Gegenkandidat wagte es an der Bastion der Beiden zu rütteln.

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Solothurner Zeitung

Urs Byland

Natürlich ist es nicht ganz befriedigend, wenn eine Wahl ansteht, es aber keine Auswahl hat. Dieser Umstand geht aber nicht zu Lasten der Kandidierenden Boris Banga (SP) und Hubert Bläsi (FdP). Vielmehr sind die übrigen Parteien gefragt, hier mit Gegenkandidaturen für Wahlkampf zu sorgen. Oder aber die Gemeindeordnung wird abgeändert, und Stille Wahlen werden eingeführt.

Von den 9731 Stimmberechtigten haben bei der Wahl des Stadtpräsidenten 2255 eine Stimme abgegeben. Das sind 23,17 Prozent. Neben 388 leeren Wahlzetteln wurden 84 ungültige gezählt. 1783 gültige Wahlzettel galten Boris Banga. «Die fünte Wiederwahl ist erneut ein Vertrauensbeweis in meine Arbeit.» Die leeren Wahlzettel werte er klar als Unmut darüber, dass mit nur einem Kandidaten überhaupt eine Wahl durchgeführt werden muss. «Und wer nicht bei einer Wiederwahl schlechter gewählt wird als zuvor, der hat etwas schlecht gemacht», begründet er mit einem Spruch eines Politikerkollegen die tiefe Wahlbeteiligung. «Das ist die ganz normale Abnützung.»

«Ammänner kennen kein Pensionsalter»

Nichtsdestotrotz sei er voll motiviert, vier weitere Jahre im Amt zu bleiben und für die Stadt Grenchen zu wirken. «Sonst wäre ich nicht angetreten.» Die nächsten vier Jahre wolle er sicher durchziehen. Was danach passiert, lässt er noch offen. «Das ist auch abhängig von den gesundheitlichen Umständen. Ich bin dann 64 Jahr alt. Mit 65 wird man pensioniert, wobei Ammänner eigentlich kein Pensionsalter kennen.»

Glänzendes Resultat für Hubert Bläsi

Hubert Bläsi erreichte gar 1889 Stimmen bei 297 leeren Wahlzetteln. «Das ist normal. Das Stadtpräsident muss den Kopf weiter aus dem Fenster hängen als der Vizestadtpräsident. Dementsprechend spürt er auch mehr den Wind.» Den Unterschied zum Wahlgang vor vier Jahren sieht Bläsi darin, dass er sich damals erstmals bewarb. «Boris Banga und ich haben nun vier Jahre zusammen gearbeitet. Das wird honoriert.» Und Boris Banga ergänzt mit einem ironischen Ton: «Wir sind ein wohlgelittenes Team.»

Auch Bläsi sei weiterhin top motiviert. «Ich bin sehr dankbar für die Stimmen. Ich finde, ich kann das Amt des Vizestadtpräsidenten ausfüllen, und ich stehe zu Grenchen.»