Wo versteckt sich Bin Laden?

Der Kaida-Chef und Drahtzieher von 9/11 ist immer noch auf freiem Fuss. Seit acht Jahren suchen die USA Osama Bin Laden - ohne Erfolg.

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Osama bin Laden (Archiv)

Osama bin Laden (Archiv)

Keystone

Christian Nünlist

Britney Spears weiss, wie sie mit dem Terrorfürsten umgehen würde. «Ich würde Osama Bin Laden mit dem unwiderstehlichen Duft meines Parfüms einnebeln», sülzte das Popsternchen vor ein paar Tagen im knappen Bikini in David Lettermans «Late Night Talk».

Auch die USA wollen ihn fassen. Barack Obama hat die Suche nach dem Top-Terroristen intensiviert. Die aktuellen Militäroffensiven zielen mitten ins afghanisch-pakistanische Grenzgebiet. In dieser unwirtlichen, gefährlichen Gegend hält sich auch Bin Laden auf, vermutet die CIA.

Über Bin Ladens Aufenthaltsort wird viel spekuliert. Doch sicher ist nur eins: Er lebt noch immer. Oder präziser: Osama Bin Laden lebte noch am 3. Juni, als dem Sender al-Dschasira eine Audioaufnahme mit einer vertrauten Stimme zugespielt wurde. Das Tape ist authentisch und entstand im Frühsommer 2009.

Vor genau acht Jahren eröffnete Präsident George W. Bush die Jagd auf Bin Laden - doch die wohl aufwändigste Personenfahndung der Weltgeschichte blieb bislang ohne Erfolg. Bin Laden ist seit fast acht Jahren untergetaucht und wie vom Erdboden verschluckt.

Die CIA vermutet den 52-Jährigen im gebirgigen Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan. Gefangen genommene Mitglieder der Kaida nannten in Verhören den Ort Chitral, ein friedliches, vier Monate im Jahr komplett zugeschneites Dorf am Fusse des Hindukusch.

Bin Ladens Versteck entlarvt?

Akademiker der Universität Los Angeles vermuten aufgrund von Satellitenbild-Analysen, Bin Laden halte sich in Parachinar auf, nur 20 Kilometer südlich von Tora-Bora, dem Höhlensystem, wo er Ende 2001 letztmals gesehen wurde. Zwei Reporter des britischen «Guardian» schliesslich vermuten den Bärtigen im Schawal-Tal in Nordwaziristan. Hier gründete Bin Laden 1984 die «Löwengrube» - sein erstes Camp.

Lebend werden die USA den Kaidachef wohl trotz diesen Hinweisen nicht kriegen - seine Leibwächter haben den Befehl, ihn bei drohender Haft zu töten.

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