Selzach
Wo genau soll die Turnhalle hinkommen?

Der Gemeinderat Selzach sprach einen Kredit von 50 000 Franken. Es soll abgeklärt werden, ob an der Friedhofstrasse, beim Schulhaus 3, eine neue Turnhalle gebaut werden kann.

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Geld

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Limmattaler Zeitung

Rahel Meier

Das Schulhaus 3 muss saniert werden. Das Gebäude erfüllt die Anforderungen der Schule, der Tragsicherheit, der Hygiene und der Energie nicht mehr, was eine Totalsanierung nötig macht. Zusätzlich hat sich der Schulraumbedarf mit den Schulreformen (Blockzeiten, Integration Sonderschüler, Aufhebung der Einführungs- und Kleinklassen) verändert. Mit einer Erweiterung auf der Südseite und der Aufhebung der kleinen Turnhalle könnte Platz gemacht werden für mehr Schulraum. Das würde gleichzeitig den Neubau einer Turnhalle nach sich ziehen.

Gute Voraussetzungen

Die Finanzkommission hat die nötigen Investitionen für die beiden Projekte durchgerechnet und kommt zum Schluss, dass ein Schulhausneubau für 5,5 Mio. Franken und ein Turnhallenneubau für 4,5 Mio. Franken verkraftbar wären. «Dann können aber fast keine anderen Investitionen getätigt werden», so Kommissions-Präsident Andreas Hänggi deutlich. Selzach verfüge über viel Eigenkapital.

Die Neubauten könnten deshalb voraussichtlich ohne Steuererhöhung realisiert werden. Bauverwalter Thomas Leimer schlug dem Gemeinderat deshalb vor, einen Planungskredit von 50 000 Franken zu sprechen. Vier Büros sollen eine Planungsstudie realisieren, die aufzeigt, ob es machbar ist, an der Friedhofstrasse eine neue Turnhalle zu realisieren. Dann könne definitiv darüber diskutiert werden, wo eine neue Halle am sinnvollsten gebaut würde. Bei den Schulhäusern oder am ebenfalls möglichen Standort im Unter Leim.

«Selzach kreativ» aufgelöst

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, die Spezialkommission Selzach kreativ aufzulösen. Die Spezialkommission habe versucht, kreative Vorschläge einzubringen. Diese seien aber nicht immer auf Verständnis gestossen. Es sei zudem nicht gelungen, Personen in die Kommission einzubinden, die nicht in einer Partei organisiert sind. «Die Kommission wusste teilweise auch nicht, was genau ihre Aufgabe ist, und der Gemeinderat gab zu wenig klare Vorgaben.» Nachdem beschlossen wurde, in Zukunft nach den Vorgaben der Lokalen Agenda 21 zu arbeiten, sei die Spezialkommission überflüssig geworden.

Einstimmig unterstützt der Gemeinderat die Gemeindeinitiative «Sach- und Finanzverordnung in Übereinstimmung bringen». Der Rat hat im Weiteren zur Kenntnis genommen, dass die EDV-Lösung in der Gemeindeverwaltung nicht optimal gelöst ist. Eine Arbeitsgruppe wird so bald als möglich Lösungen aufzeigen.

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