Wo die Aargauer Regierung Ferien macht
Wo die Aargauer Regierung Ferien macht

Unsere Regierungsräte verbringen ihre Ferien mehrheitlich in der Schweiz. Auf dem Programm stehen aber auch Kaliningrad in Russland, Dänemark und beim Staatsschreiber Italien. Wer wohing geht.

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Wo die Aargauer Regierung Ferien macht
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 Landammann und Baudirektor Peter C. Beyeler bleibt in der Schweiz. Er geht in die Berge.
 Erziehungsdirektor Alex Hürzeler geht ins Tessin - für 10 Tage
 Finanzdirektor Roland Brogli bleibt zuhause und macht Tagesausflüge
Urs Hofmann Tessin und Dänemark: Das sind die Ferienpläne des Justizdirektors Urs Hofmann

Wo die Aargauer Regierung Ferien macht

Mathias Küng

Der Grosse Rat hat sich längst in die politische Ferienpause verabschiedet. Jetzt schaltet nach dem Entscheid zu einem Neuanlauf für eine Gemeindereform auch der Regierungsrat einen Gang zurück. Laut Regierungssprecherin Christine Stähli gehen die Regierungsmitglieder und der Staatsschreiber zwischen 10 Tagen und drei Wochen in die Ferien.

Eine gesetzliche Ferienregelung für Regierungsräte gibt es übrigens nicht. Sie sind grundsätzlich 365 Tage im Jahr im Amt. Ferien beziehen können sie laut Stähli unter Berücksichtigung der anfallenden Arbeit und der Regierungssitzungen. Für den Fall, dass in der Ferienzeit ein wichtiger Entscheid nötig werden sollte, sei man gewappnet, versichert Stähli: «Der Regierungsrat stellt auch während der Ferienzeit sicher, dass jederzeit ein Regierungsentscheid gefällt werden kann, wenn dies notwendig ist.»

Wandern, Natur, Aktenstudium

Doch vorerst zieht es die fünf in viele Himmelsrichtungen: Landammann und Baudirektor Peter C. Beyeler geht ins Engadin, Erziehungsdirektor Alex Hürzeler ins Tessin. Meist im Lande bleibt mit Tagesausflügen auch Finanzdirektor Roland Brogli. Beyeler geniesst den Sommer zirka drei Wochen lang mit Bergwandern, Relaxen, Natur geniessen und - Aktenstudium.

Hürzeler will im Tessin 10 Tage ausspannen, wandern und die Zweisamkeit geniessen. Auch er kanns nicht lassen und nimmt Arbeit mit in die Ferien. Bei Letzterem «trifft» er sich mit Roland Brogli. Brogli unternimmt während zweier Wochen Tagesausflüge, wandert, liest und nutzt die Zeit, um Freunde zu besuchen. Teilweise in der Schweiz bleibt Landstatthalter Urs Hofmann. Er verteilt zwei Wochen Ferien auf die Destinationen Tessin und Dänemark. Er ist ohne Akten unterwegs und freut sich aufs Reisen und aufs Baden.

2009 Aare, 2010 Kaliningrad

Nachdem sie letztes Jahr in den Ferien viel daheim und an der Aare anzutreffen war, zieht es Gesundheitsdirektorin Susanne Hochuli diesmal weit weg: in die russische Exklave und Sonderwirtschaftszone Kaliningrad an der Ostsee. Kaliningrad hiess früher Königsberg und war im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört worden. In Kaliningrad will Hochuli eine fremde Gegend erforschen.

Unverkennbar spannend bleibt für Staatsschreiber Peter Grünenfelder Italien. Nachdem er letztes Jahr Amalfi, die Ferieninsel Capri und Venedig erkundet hat, zieht es ihn diesmal während zweier Wochen nach Rom, Neapel und - wieder nach Capri. Dort geniesst er italienisches Essen und Kultur. Und er liest helvetische Krimis. Auch er hat Arbeit mit ihm Gepäck.

Rekord: 14 1.-August-Reden

Regierungssprecherin Stähli kann sich nicht erinnern, dass die Regierungsräte je so viele
1.-August-Reden gehalten haben wir dieses Jahr geplant. 2004 waren es neun Auftritte, letztes Jahr acht. Diesmal sind die fünf an 14 Orten zu sehen und zu hören: Landammann Beyeler, der letztes Jahr am 1. August in der Ägäis unterwegs war und deshalb keine Rede hielt, spricht diesmal an zwei Orten: am 31. Juli in Kaiseraugst und am 1. August in Mellingen.

Landstatthalter Hofmann spricht wie letztes Jahr dreimal: Am 31. Juli um 20 Uhr in Seengen, am 1. August um 11.15 Uhr in Hirschthal und um 21 Uhr in Windisch. Roland Brogli spricht am 31. Juli an der Feier von Attelwil und Reitnau sowie am 1. August am Abend in Möhlin. Susanne Hochuli schliesslich hat ihre drei Auftritte alle am 1. August. Um 10.30 Uhr in Brittnau, um 13 Uhr in Kaisten und um 20 Uhr in Veltheim.

Das sportlichste Programm mutet sich Erziehungsdirektor Hürzeler zu: am 31. Juli spricht er um 20 Uhr in Schafisheim, am 1. August um 10 Uhr auf Schloss Lenzburg, um 14 Uhr in Gipf-Oberfrick und um 19.30 Uhr an der Feier von Birrwil, Menziken und Reinach auf dem Homberg.

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