Solche Druckversuche würden die Handlungsfreiheit der Schweizer Behördern einschränken und den nationalen Interessen schaden, sagte Bühler am Institut für Zusammenarbeit und Dialog in Zürich. "Im Vergleich zu den Handlungsmöglichkeiten eines Kleinstaates wie der Schweiz ist der wirtschaftliche Druck sehr gross."

Eine weitere Problematik sei die Abwehr der Wirtschaftsspionage. "Diese schwächt die Konkurrenzfähigkeit von in der Schweiz angesiedelten Firmen und gefährdet den Finanz- und Werkplatz." Terrorismus oder Gewaltextremismus bezeichnete Bühler hingegen als momentan keine direkten Bedrohungen für die Schweiz.

Der NDB-Vizechef betonte, dass auch die Migration nicht als Bedrohung betrachtet werde. "Wir konzentrieren uns auf jene, die Probleme machen, und das sind die wenigsten." In diesem Bereich sei die Kleinheit der Schweiz von Vorteil. "Es gibt hier keine Ghettobildungen, wie etwa die Banlieus in Paris", sagte Bühler.