Kein Superradar für den Kanton Aargau

«Wir wollen keine Abzocke betreiben»

Das Tessin bekommt ihn, Genf hat ihn bereits: Den neuen Superradar, der bis zu 22 Autos gleichzeitig kontrollieren kann. 150 Geräte will der Hersteller bis 2012 verkaufen. Der Kanton Aargau wird nicht unter den Abnehmern sein.

Während die Kapo Zürich eine mögliche Anschaffung des neuen Geräts prüft, ist die Raserfalle bei der Kantonspolizei Aargau kein Thema: «Die Anschaffung eines neuen Radars ist nicht geplant», so Mediensprecher Bernhard Graser.

Ohnehin werde im Aargau nur mit mobilen Blitzgeräten gearbeitet, weil «wir keine Abzocke betreiben wollen», so Graser weiter.

Das Gerät misst die benötigte Zeit für einen bis zu 500 Meter langen Abschnitt und errechnet daraus die Durchschnittsgeschwindigkeit. In Basel sorgte die Idee einer Installation 2006 zu einer heftigen Debatte die die Radargegner für sich entscheiden konnten.

Im Ausland gang und gäbe

Radars dieser Art leisten ihren Dienst bereits in Holland, England, Italien und Österreich. So hat Italien bereits Statistiken, die zeigen, dass mit der Einführung das Tempo auf der Strasse gesenkt werden konnte.

Auf jeden Fall generieren solche Anlagen nicht unwesentliche Nebeneinkünfte für die Kantone. So verdiente Genf schon vor der Einführung der neuen Anlage rund 40 Millionen Franken pro Jahr. Mit der neuen Raserfalle dürfte diese Zahl entsprechend steigen. (mik)

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