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«Wir sind zu bequem geworden»: die Brandrede von SVP-Bundespräsident Ueli Maurer

Die SVP des Kantons Zürich hat sich nach der Wahlschlappe vom Sonntag in versammelt, um ihre Wunden zu lecken. Dabei haben SVP-Bundespräsident Ueli Maurer und Regierungsrat Ernst Stocker Klartext geredet.

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Neun Sitze hat die SVP am Sonntag im Zürcher Kantonsrat verloren. An der folgenden Lagebesprechung der Partei, redete unter anderen SVP-Bundespräsident Ueli Maurer Klartext: «Für die Partei selber war es ein Tag zum Vergessen, das ist klar. So viel darf man eigentlich nicht verlieren, das wissen wir alle.»

Nicht zuletzt im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen im Herbst hielt er die Parteimitglieder dazu an, den Details mehr Sorge zu tragen. Denn: «Am Schluss gewinnt man nicht mit grossen Worten, sondern indem man an jedes Detail denkt.»

Kämpfen, hinstehen, mobilisieren

Unermüdlich müssten die SVP-Politiker laut Ueli Maurer «ohne Wenn und Aber die Interessen der Schweiz vertreten». Die Leute würden Politiker wollen, die kämpfen und auch hinstehen, wenn es unangenehm wird. «Da sind wir ein wenig zu bequem geworden.»

«Wir sollten nicht klatschen an diesem Tag», sagte Regierungsrat Ernst Stocker, nach dem er von seinem Publikum mit Applaus begrüsst worden ist. Denn: «Die Linken können besser mobilisieren. Die sind Feuer und Flamme für ihre Sache. So haben wir es früher gemacht und anscheinend heute nicht mehr.»

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Die Sitzverteilung im Kantonsrat Zürich 2015 und 2019:

Alfred Heer: «Es ist kein guter Tag für die SVP und das bürgerliche Bündnis»

Natalie Rickli: «Viele Leute wissen gar nicht, wie man wählt»

Die Zürcher Wahlen in Bildern:

Der neu gewählte Regierungsrat von links nach rechts: Jacqueline Fehr (SP), Martin Neukom (Grüne), Natalie Rickli (SVP), Mario Fehr (SP), Silvia Steiner (CVP), Ernst Stocker (SVP) und Carmen Walker Spaeh (FDP)
14 Bilder
Ein sichtlich enttäuschter Thomas Vogel: Der FDP-Mann erreichte bei den Regierungsratswahlen zwar das absolute Mehr, schied allerdings als überzählig aus.
Die neu gewählten Regierungsräte: Natalie Rickli (SVP) und Martin Neukom (Grüne).
Bedrängt von den Medien: Der neu gewählte Regierungsrat Martin Neukom (Grüne).
Martin Neukom, (Grüne) strahlt im Mediencenter bei den kantonalen Wahlen
Wahlen Kanton Zürich
Ernste Gesichter bei SVP-Präsident Konrad Langhart (links) und Kantonsrat Hans-Peter Amrein (SVP). Die SVP gehört bei den Zürcher Kantonsratswahlen zu den Verlierinnen.
Auch die FDP verliert gemäss erster Hochrechnung leicht. In der Mitte: Hans-Jakob Boesch, Präsident der kantonalen FDP
Im Parlament verliert die SP leicht, die beiden Regierungsratssitze sind der Partei aber sicher. Im Bild: Priska Seiler, Co-Präsidentin der SP Kanton Zürich.
Hat Grund zum Strahlen: Nicola Forster, Co-Präsident glp Kanton Zürich.
Auch sie freut sich über die Wahlerfolge: Marionna Schlatter-Schmid, Präsidentin Grüne Kanton Zürich.
Wahlplakate für den Regierungs- und Kantonsrat.
Die FDP schwenkt auf Klimaschutz ein. Zürcher Partei wirbt für ihre Anliegen.
Wahlplakate für den Regierungs- und Kantonsrat.

Der neu gewählte Regierungsrat von links nach rechts: Jacqueline Fehr (SP), Martin Neukom (Grüne), Natalie Rickli (SVP), Mario Fehr (SP), Silvia Steiner (CVP), Ernst Stocker (SVP) und Carmen Walker Spaeh (FDP)

WALTER BIERI

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