100. Geburtstag

«Wir hätten es uns auch selber leisten können» – Fans schenken Circus Knie ein neues Zelt für über 250'000 Franken

Insgesamt beteiligten sich 498 Personen an der Crowdfunding-Aktion.

Insgesamt beteiligten sich 498 Personen an der Crowdfunding-Aktion.

Zum 100. Geburtstag wünschte sich der Circus Knie ein neues Zelt. Dieses sollte mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion finanziert werden. Die Fans zeigten sich trotz Kritik grosszügig und übertrafen mit ihren Spenden die erforderliche Summe.

«Der Wunsch geht in Erfüllung», schreibt der Circus Knie in einer Medienmitteilung. Innerhalb von vier Monaten seien 254'101 Franken via Crowdfunding zusammengekommen. Der Zirkus will sich damit zum 100. Geburtstag ein neues Zelt im Wert von einer Viertelmillion Franken leisten. Die übrigen 4101 Franken würden in «Investitionen rund ums Zelt» fliessen.

«Wir sind als 100 Jahre altes Unternehmen mit dem Crowdfunding für das Zirkuszelt neue und moderne Wege gegangen – und es hat sich gelohnt. Herzlichen Dank an alle Unterstützer des Crowdfundings», lässt sich Zirkusdirektor Fredy Knie in der Mitteilung zitieren. Sie würden sich freuen, dass so viele Zirkusfans nun Teil des Circus Knie seien. «Diese Verbundenheit macht uns sehr stolz».

Insgesamt beteiligten sich 498 Personen an der Crowdfunding-Aktion. Die gespendeten Beträge hätten sich zwischen fünf und mehreren Tausend Franken bewegt. «104 von ihnen werden namentlich auf dem neuen Zelt verewigt», heisst es in der Mitteilung. Diese hätten einen Betrag von 500 Franken oder mehr beigetragen, lässt der Zirkus auf Anfrage verlauten.

Kritik für Aktion

Der Freude zum Trotz erntete die Geldsammelaktion auch Kritik: «Eine Frechheit», «Für Zoo und Zirkus zahlt man schon genug» oder «Geht’s noch? So überrissene Eintrittspreise und jetzt jammern». Der Tenor in den Sozialen Medien war eindeutig.

Darauf angesprochen, konterte Fredy Knie junior die Kritik: «Ein Zirkuseintritt kostet zwischen 20 und 80 Franken. Das ist doch nicht teuer!» Ausserdem seien die teuersten Plätze immer als erste verkauft. «Wir hätten uns das Zelt leisten können. Aber für uns ist das Crowdfunding eine moderne Form der Kundenbindung.»

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