Sax (SG)

«Wir funktionieren zur Zeit – der Schock kommt vermutlich später»: 400 Schweine bei Brand umgekommen

Die überlebenden Schweine mussten zum Teil umplaziert oder frühzeitig geschlachtet werden.

Die überlebenden Schweine mussten zum Teil umplaziert oder frühzeitig geschlachtet werden.

Am frühen Montagmorgen ist in einem Schweinestall im Brüel ein Brand ausgebrochen. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr starben in den Flammen etwa 400 Schweine.

Ein Passant wurde um 5 Uhr auf das Feuer aufmerksam und alarmierte die Rettungskräfte. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute stand ein Teil des Schweinestalls bereits im Vollbrand. Das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung auf den anderen Stallteil und umliegende Gebäude verhindert werden. Eine Person musste mit einer Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht werden.

Über 400 Schweine verbrennen im Stall

Über 400 Schweine verbrennen im Stall

Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr starben in den Flammen etwa 400 Schweine, vorwiegend Ferkel. Die Feuerwehren von Sennwald, Gams und Buchs waren mit über 65 Feuerwehrleuten vor Ort.

«Der Brand war in rund einer Stunde unter Kontrolle. Der hintere Stallteil war bereits in Vollbrand, den vorderen Teil konnten wir erfolgreich halten», sagt Jürg Wohlwend, Kommandant der Feuerwehr Sennwald. Die Feuerwehr verhinderte so, dass noch weitere Tiere Opfer der Flammen wurden. «Wir gehen davon aus, dass die betroffenen Tiere bei unserem Eintreffen bereits tot waren, denn wir hörten keine Schreie mehr», so Wohlwend.

Überlebende Tiere haben Vorrang

Der Pächter und seine Familienmitglieder waren am Vormittag damit beschäftigt, die noch lebenden Tiere zu versorgen. Sie mussten zum Teil in einen anderen, leer stehenden Stall in der Nähe abtransportiert oder frühzeitig geschlachtet werden. Ausserdem stand die Fütterung der Tiere im unversehrten zweiten Stall an erster Stelle. «Wir funktionieren zur Zeit, der Schock kommt vermutlich später», so einer der Helfer.

Der Schweinestall  stand frühmorgens im Vollbrand.

Der Schweinestall stand frühmorgens im Vollbrand.

Der entstandene materielle Schaden kann laut Medienmitteilung der Kantonspolizei St.Gallen derzeit noch nicht beziffert werden. «Er liegt im sechsstelligen Bereich», sagt Bertrand Hug, Mediensprecher der Kantonspolizei. Die Brandursache sei im Moment noch nicht bekannt. Die Brandermittler der Kantonspolizei St Gallen haben ihre Arbeit aufgenommen.

Die Feuerwehr steht nun noch für die Bergung der Tierkadaver im Einsatz. Sie werden in einer Mulde zwischengelagert und in der Tiermehlfabrik Bazenheid entsorgt.

Über 65 Feuerwehrleute waren vor Ort.

Über 65 Feuerwehrleute waren vor Ort.

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