Wintercamping
Winterparadies Campingplatz - oder frieren bis der Morgen kommt?

Das grosse Abenteuer Camping liegt im Trend. Es wird jedoch nicht nur im Sommer auf diesen Plätzen übernachtet. Auch in der kalten Jahreszeiten schnappen sich manche den Wohnwagen - gute Isolation ist Pflicht.

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Camping im Schnee

Camping im Schnee

Zur Verfügung gestellt

Im Sommer ist Campieren ein grosses Abenteuer. Egal ob an einem See oder im Wald: Im Zelt ist es meist warm genug, die Mücken schwirren um den Kopf, Lagerfeuer-Stimmung ist angesagt. Im Winter gehört aber noch eine Portion Kälteresistenz dazu. Ausser man ist in Besitz eines skandinavischen Wohnwagens mit Bodenheizung. Dann erfüllt sich das Camperherz mit Stolz - und Wärme.

Gerade in Samedan, bekannt als die kälteste Region der Schweiz, ist eine gute Ausrüstung Pflicht. «Wenn die Camper zu wenig isoliert sind, dann befinden sich die Insassen recht schnell am Limit», berichtet Brigitte Conte vom hiesigen TCS-Campingplatz «Punt Muragl». 90 Prozent seien jedoch gut ausgerüstet. Da könne der Wohnwagen ohne Probleme auf gleiche Temperatur wie die eigene Wohnung beheizt werden.

Prädestiniert für Wintercamping

Dies hat aber seinen Preis: Für eine Übernachtung auf dem Platz müssten zwei Personen ungefähr 60 bis 65 Franken für Stellplatzmiete, Gas und Strom aufbringen. «Das ist natürlich nicht so teuer wie ein Hotel», meint Conte. Es entspräche aber nicht etwa einer billigen Unterkunft, wie mache sich das vorstellen würden.

Im Camper übernachten ist aber nicht auf allen Plätzen möglich. Viele Campingstellen in der Region machen für einige Monate Winterpause. «Wir haben aber ein paar Plätze in den Skiorten offen», informiert André Ginzery, Leiter Camping des TCS. Neben Samedan sind die Lenzerheide und Scuol offen. Diese Orte seien prädestiniert für Wintercamping. «Da kommt man direkt von der Piste auf den Platz».

Camping ist keine billige Unterkunft

Gäste nützen die Möglichkeit, ihre Ferien im eigenen Wohnmobil zu verbringen. «Camping ist generell im Trend», weiss Ginzery. Zurzeit sei es hingegen ein wenig schwierig wegen dem tiefen Euro». Da würden die Logiernächte ausländischer Gäste zurückgehen.

Brigitte Conte vom Campingplatz Samedan kann sich nicht beklagen. «Unser Campingplatz mit 120 Stellplätzen ist im Sommer ungefähr gleich ausgelastet wie im Winter», sagt sie. Alleine in der kalten Jahreszeit würde «Punt Muragl» rund 13000 Logiernächte verzeichnen. (ldu)

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