Merz
Wieso Merz in Portugal über Homo-Ehen lacht

Während sich die Schweizer über Hans-Rudolf Merz' Bünderfleisch-Lachanfall amüsieren, erhitzt dieser in Portugal die Gemüter.

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Das Video zu Merz' Lachattacke im Parlament hat nicht nur im Inland für Aufregung gesorgt - auch in Portugal hat der Bundesrat Promi-Status erreicht, allerdings einen eher zweifenhaften.

Ein Spassvogel hat es sich nämlich erlaubt, eine Version des Youtube-Videos mit portugiesischen Untertiteln in den Umlauf zu stellen, wie die «NZZ» berichtet. Und da lacht Merz nicht herzhaft über «Bü..Bü..Bünderfleisch» sondern über «Ho..Ho..Homoehen».

Attraktive Oppositionsführerin zulegen

Dabei bezieht sich Merz, beziehungsweise sein portugiesisches Double, auf den Chef der grössten Oppositionspartei, der nur noch in Gegenwart von Zeugen mit dem Chef der sozialistischen Minderheitsregierung über das Staatsbudget spreche. Die zwei wollten nicht allein reden, und das in einem Land, das nun Homo-Ehen erlaube, sagt Merz gemäss Untertiteln.

Dann bekommt er noch einen machohaften Tipp an die Portugiesien in den Mund gelegt: Sie sollen sich eine Regierungschefin, möglichst eine attraktive, oder Opposistionsführerin zuzulegen, weil sich beide Seiten dann vielleicht besser verstünden.

Beschwerden an die Botschaft

Die Reaktionen auf das Video liessen nicht lange auf sich warten. Internet-User empörten sich und gingen sogar so weit, dass sie sich laut «NZZ» in Zuschriften an die Schweizer Botschaft in Lissabon beschwerten und teilweise gar eine öffentliche Entschuldingung für eine angebliche Respektlosigkeit verlangten.

So schnell kann man also vom Star zum Prügelknaben werden. (jep)