Nach Brand

Wiederaufbau abgebrannter Wiesneralp nach jahrelangen Streitereien

Etliche Maiensässe wurden ein Raub der Flammen (Archiv)

Etliche Maiensässe wurden ein Raub der Flammen (Archiv)

Die jahrelangen Streitigkeiten um den Wiederaufbau der 2007 abgebrannten Wiesneralp bei Davos scheinen gelöst zu sein. Die Gemeinde Davos hat den Neubau der 14 abgebrannten Hütten bewilligt. Als letzte Hürde gilt die 30-tägige Einsprachefrist.

Es werde sich nun zeigen, ob der zwischen den 52 betroffenen Hüttenbesitzern erzielte Kompromiss tragfähig ist, teilte die Gemeinde Davos am Montag mit. Jahrelange Diskussionen und nicht enden wollende Baueinsprachen liessen den Wiederaufbau der einfachen Maiensäss-Hütten zu einer unendlichen Geschichte werden.

Die Gemeinde Davos macht denn auch keinen Hehl aus ihrer Erleichterung, dass sowohl die Besitzer der abgebrannten als auch der unversehrten Hütten doch noch Kompromissfähigkeit bewiesen. Das Verhandlungsgeschick der vermittelnden Davoser Behörde sei allerdings ausserordentlich geprüft worden.

Kafkaeske Verhältnisse befürchtet

"Es galt Wogen zu glätten, Einsprechende zum Rückzug ihrer Einsprache zu bewegen, zu verhandeln, nochmals zu verhandeln, Irrungen und Wirrungen aufzulösen und das Entstehen kafkaesker Verhältnisse zu verhindern", schreibt die Gemeinde. Ein Happy-End könne es aber auch jetzt nur geben, wenn Streitpunkte von einigen Quadratzentimetern ad acta gelegt würden.

Neben der Grösse der geplanten Ersatzbauten sorgte der Baustil für zahllose Reibungspunkte. Zuerst stiess ein Vorschlag des Bündner Heimatschutzes auf breite Ablehnung: Eine modernere Architektur sollte die neue Bauepoche widerspiegeln. Später gab es Einsprachen gegen eine zu freimütige Interpretation der Gestaltungsrichtlinien, die eine eher traditionelle Bauweise vorschrieben.

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