Jetzt hat es auch Thomas Fuchs getroffen. Nachdem bereits Ende Juli sein Parteikollege Erich Hess mit Bier übergossen worden war, wurde auch Fuchs Opfer einer Attacke. Dies am schwul-lesbischen Festival Gaywest vom Samstag, als er für die Gay SVP im Einsatz war. Die Angreifer scheuten offenbar keine Kosten und griffen zum etwas teureren – dafür umso klebrigeren – Caipirinha.

«Kein homophobes Motiv»

Noch am gleichen Tag machte Fuchs seinem Ärger über die «feigen linken Attentäter» auf Facebook Luft: 

Für ihn steht fest, dass kein homophobes Motiv dahinter steckt. Die Übeltäter sind in einer ganz anderen Ecke zu suchen. Recht geben ihm mehr als 20 Fans auf Facebook. In den Kommentaren tönt das so: «Eines Tages müssen wir uns wohl anfangen gegen das linke Gesindel zu wehren, statt es noch zu finanzieren!» Oder so: «Wie bei den Ratten, wird's eng und treibt man diese in eine Ecke ticken sie aus.»

Ein User schwingt sogar die Nazi-Keule:

«Grenze überschritten»

«Wenn man künftig Personenschutz braucht, um einen politischen Stand zu betreiben, können wir aufhören», sagt Fuchs gegenüber der Berner Zeitung. Laut ihm haben die Unbekannten mit dem Angriff eine Grenze überschritten – offen bleibt, wie er den Nazi-Vergleich einordnet. Gelöscht hat ihn bislang niemand. (rwy)