Wahlen

Wie zu Zeiten der Revolution

Wahltag ist Zahltag. Dieses Motto schien im heurigen Wahljahr Trumpf zu sein. Die Gemeindepräsidien waren ungewohnt hart umkämpft. Dabei wurden die Bisherigen fast alle abgewählt.

Rahel Meier

In den letzten Jahren wurde allenthalben geklagt - über Politikverdrossenheit, mangelndes Interesse an der Ausführung von öffentlichen Ämtern. Stille Wahlen waren für Gemeinderäte und vor allem auch Gemeindepräsidenten an der Tagesordnung. Nicht so im Wahljahr 2009. Da kam es in Flumenthal, in Lommiswil, in Lohn-Ammannsegg, in Kriegstetten, in Luterbach, in Heinrichswil-Winistorf und in Aetingen zu Kampfwahlen. Die Bilanz fällt für die Bisherigen düster aus. Nur die einzige Frau im Feld - Hanny Ris (Aetingen) - wurde wiedergewählt.

Schon im ersten Wahlgang musste sich Robert Klaus (Freie Liste) seinem Herausforderer Christoph Heiniger (FdP) geschlagen geben. Klaus wurde aber in den Gemeinderat gewählt und bleibt auch dort. In Heinrichswil-Winistorf wurde Rolf Späti (CVP) nach 12 Jahren abgewählt. Sein Nachfolger ist der Politneuling Thomas Fischer. Auch Alfred Dällenbach (FdP) wurde nach acht Jahren als Gemeindepräsident in Lohn-Ammannsegg abgewählt. Er trat per sofort zurück und überliess seinem Nachfolger Markus Sieber schon am nächsten Tag die ersten Aufgaben.

Erich Burkhalter (SP; Lommiswil) lag nach dem ersten Wahlgang knapp - mit zwei Stimmen - vor Herausfordererin Erika Pfeiffer. Burkhalter trat aber nicht mehr zum zweiten Wahlgang an. Erika Pfeiffer wurde darauf still gewählt. Auch Hugo Schumacher (Freie Liste, Luterbach) trat nicht mehr zum zweiten Wahlgang an. Sein Nachfolger Michael Ochsenbein (CVP) hatte im ersten Wahlgang fast gleich viel Stimmen gemacht wie er.

In Kriegstetten wurde der bisherige Vizegemeindepräsident Hans Ernst neuer Gemeindepräsident. Er machte im ersten Wahlgang mehr Stimmen als Herausforderer Manfred Küng (SVP). Im Dezember trat Ernst zurück, nachdem Küng beim Regierungsrat mehrere Beschwerden gegen ihn eingereicht hatte.

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