Bildungskleeblatt
Wie weiter nach Ablehnung des Bildungskleeblatts?

Das kantonale Abstimmungsergebnis zu den Vorlagen des Bildungskleeblatts hat für Baden vor allem bauplanerische Auswirkungen.

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Stadtanzeiger

Das Aargauer Stimmvolk hat am 17. Mai 2009 die fünf Vorlagen des Bildungskleeblatts abgelehnt. Die Stimmberechtigten der Stadt Baden haben aber allen Vorlagen zugestimmt und damit den vom Einwohnerrat bereits früher eingeschlagenen Weg in Bezug auf Tagesstrukturen bestätigt.

Das kantonale Abstimmungsergebnis hat in diesem Zusammenhang keine Folgen, ebenso wenig die Ablehnung der Ressourcenzuteilung nach Sozialindex. Der Verzicht auf die Basisstufe und auf die Reform der Oberstufe hat aber einschneidende Auswirkungen auf die Bauplanung.

Die Harmonisierung der Oberstufe (Harmos) ist nicht vom Tisch, und die Angleichung der Stufendauer von heute fünf Primar- und vier Oberstufenjahren zu sechs Primar- und drei Oberstufenjahren (6/3-Modell) wird kommen. Unklar ist lediglich, auf wann an welchen Schulstandorten wieviel Schulraum bereitgestellt werden muss. Der Regierungsrat muss diesbezüglich so rasch wie möglich Klarheit schaffen.

Mit dem 6/3-Modell wird es möglich, künftig die gesamte Oberstufe, also Bezirks-, Sekundar- und Realschule, am Standort Burghalde zu konzentrieren. Sowohl aus pädagogischen wie auch betriebsorganisatorischen Gründen ist eine solche Lösung unbedingt anzustreben. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Schulanlage Pfaffechappe zu einem Primarschulstandort umfunktioniert werden muss.

Zurzeit sind bauliche Massnahmen bei den Schulhäusern Pfaffechappe und Burghalde 2 (ehemalige Gewerbeschule, siehe Foto) in Planung. Diese Planungen werden nun vorübergehend unterbrochen, bis genauere Angaben über den Zeitpunkt des Umstiegs auf das 6/3-Modell und über die Entwicklung der Schülerzahlen vorliegen.

Die Schülerzahlen hängen von der Bevölkerungsentwicklung in einzelnen Stadtquartieren ab, aber auch davon, wohin die umliegenden Gemeinden ihre Oberstufenschülerinnen und -schüler künftig schicken werden. Das Gespräch mit den Gemeinden wird bereits diese Woche aufgenommen.

Der Stadtrat klärt in einem weiteren Schritt die Kosten für eine Anpassung des Schulhauses Pfaffechappe an die Bedürfnisse eines Primarschulstandorts mit Optionen für künftige Schulmodelle. Ziel ist eine möglichst grosse Flexibilität. Weiter wird die Schulraumplanung wieder aufgenommen. Hierfür soll weiterhin der Grundsatz gelten, dass der Schulweg für die Kleinsten so kurz wie möglich bleibt.

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