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Wie viel dürfen Kinder kosten?

Eine Kindertagesstätte für zehn Kinder in Subingen. Dies ist die Idee von Andrea Spichiger. Knackpunkt ist die Finanzierung. Nun stellte sie ihr Projekt dem Gemeinderat vor, von dem sie sich finanzielle Unterstützung erhofft.

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Keystone

Gaudenz Oetterli

Kindertagesstätten spriessen wie Pilze aus dem Boden. Kein Wunder, gibt es doch immer mehr Familien, in denen beide Elternteile arbeiten. Heikelster Punkt bei diesen Einrichtungen ist meist die Finanzierung. Aus diesem Grund wandte sich Andrea Spichiger mit ihrer Idee einer Kindertagesstätte in Subingen an den Gemeinderat. Ziel: Sowohl Eltern wie auch die öffentliche Hand sollen die Einrichtung gemeinsam tragen.

Hoher Beitrag der Gemeinde

Der Gemeinderat Subingen lud Andrea Spichiger ein, ihr Projekt vorzustellen. Denn in einer ersten Lesung ihrer Kostenrechnung ging zwar hervor, dass das Budget ausgeglichen ist, aber nicht wie. Dies erklärte Spichiger nun an der Gemeinderatssitzung. «2730 Franken sind die Gesamtkosten für ein Kind pro Monat.»

Nach einem progressiven Kostenschlüssel würden die Beiträge der Eltern festgelegt. Bei einem Einkommen (pro Haushalt) von 4800 Franken würde der Beitrag der Eltern 720 Franken betragen. Die restlichen 2010 Franken, so die Vorstellung von Spichiger, sollte die Gemeinde übernehmen. Und dies für zehn Kinder.

«Wenn man für Subingen ein Durchschnitts-Einkommen pro Haushalt von 6000 Franken annimmt, würde das die Gemeinde 18 000 Franken pro Monat kosten», rechnete Gemeindepräsident Hans Rudolf Ingold vor. Selbsttragend wäre die Kindertagesstätte laut Kostenverteiler erst bei einem Haushalts-Einkommen von 18 200 Franken pro Monat.

Auch Margrit Flühmann (SP) stellte einen zunehmenden Bedarf an Tagesstätten nicht in- frage. «Dennoch erscheint mir sowohl der Eltern- wie auch der Gemeindebeitrag recht hoch. Auch wenn nicht nur die Betreuung, sondern auch das Essen dabei ist.»

Subingen wäre Pilotgemeinde

Hans Rudolf Ingold wollte danach wissen, wo bei der Sache der Nutzen für die Gemeinde sei. Zudem war er der Meinung, dass ein solches Angebot nicht nur durch die Gemeinde gestützt werden sollte. «Ich habe bei Firmen in der Region nachgefragt, ob sie ein solches Projekt unterstützen würden», sagte Spichiger, «die meisten zeigten jedoch wenig Bereitschaft. Einige Firmen haben selber bereits ein solches Angebot.»

Es sei zudem ein Pilotprojekt, denn bis anhin kenne sie keine Gemeinde mit einem derartigen Modell. Ob sich das in naher Zukunft ändert, entscheidet der Gemeinderat Subingen an einer der nächsten Sitzungen.

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