Hermetschwil
Wie viel darf und soll es denn sein?

Gemeinderatslohn Hermetschwil-Staffeln: Die Referendumsabstimmung findet am 16. August statt.

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Hermetschwil Referendum

Hermetschwil Referendum

Aargauer Zeitung

Lukas Schumacher

36 Ja gegen 11 Nein. So lautete vor zwei Monaten das Abstimmungsergebnis zur neuen Gemeinderatsentlöhnung an der Gemeindeversammlung Hermetschwil-Staffeln. Danach ergriff ein vierköpfiges Komitee das Referendum. Dem Komitee stiess nicht die geplante Erhöhung der jährlichen Gemeindeammannbesoldung (16 000 statt 12 000 Franken) und auch nicht die des Vizeammanns (12 000 statt 7000 Franken) sauer auf, sondern der vorgesehene Anstieg der drei Gemeinderatslöhne von je 6000 auf 11 000 Franken jährlich.

Das Referendumskomitee bezeichnete «diese Gemeinderatslohnerhöhung um 83 Prozent als absolut überrissen». Stattdessen sei Mässigung vonnöten. Dies wegen der kritischen Finanzlage der gut 1100 Einwohner zählenden Reusstaler Kleingemeinde, wegen des hohen Steuerfusses (117 Prozent) und aufgrund der schlechten Wirtschaftslage. 215 Unterschriften trug das Komitee zusammen. Das Referendum kam zustande, die Urnenabstimmung findet am 16. August statt.

In den Erläuterungen zur Abstimmung empfiehlt der Gemeinderat den Stimmberechtigten, den Gemeindversammlungsbeschluss mit einem Ja zu bestätigen. Die aktuelle Besoldung sei «nicht mehr zeitgemäss», und die Entlöhnung sei vor den letzten Amtsperioden «jeweils nur sehr geringfügig» angepasst worden. Ein Engagement als Gemeinderat lasse sich oft nur mit einer Pensenreduktion im Hauptberuf vereinbaren.

Falls am 16. August ein Ja resultiert, gelten die vorgeschlagenen Neubesoldungen ab dem Jahr 2010. Bei einem Nein wird die Entlöhnung an der Gemeindeversammlung vom 27. November 2009 festgelegt.

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