Privatleben
Wie Philipp Müller 200 000 Franken Schulden abbezahlte

In einem ungewohnt offenen Interview erklärt FDP-Nationalrat Philipp Müller, wie er ein herausragender Scharfschütze wurde, warum es einem Politiker hilft, wenn zuhause die Frauen das Sagen haben und wie er mit 22 schon 200 000 Franken Schulden hatte.

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Philipp Müller

Philipp Müller

Keystone

Wussten sie schon, dass Philipp Müller ein guter, ja sehr guter Combatschütze ist? In der «Sonntagszeitung» verriet er nämlich, dass er schneller schiesst als sein eigener Schatten - und damit faktisch Lucky Luke Konkurrenz macht. «In meiner Jugendzeit war ich Kunst- und Combatschütze. Meine Spezialität war es, einen Fünfliber auf den Handrücken zu legen, mit dieser Hand blitzschnell die Pistole aus dem Halfter zu ziehen, zu entsichern und einen Ballon aus sechs Meter Entfernung abzuschiessen, bevor die Münze auf dem Boden klimperte.»

Der gelernte Gipser gab auch zu, dass es der FDP an Sexappeal fehlt, und was in seiner Partei schief läuft, nämlich: «Sie ist auf einer intellektuellen Flughöhe von 10 000 Metern Höhe, wo man sie kaum noch wahrnimmt.» Auch Sprüche wie «Die Scheisse ist angerichtet» sollen toleriert werden.

Er ist ein FDP-Mann, aber zuhause wählen seine vier Frauen (Müller hat drei Töchter zwischen 26 und 13 Jahren) eher grünlibral, wie er verrät: «Ich lebe in einem Matriarchat, mit einer Frau und drei Töchtern. Jede hat ihren eigenen Kopf, und das ist auch gut so. da wird allerdings verbal scharf geschossen. Wer das übersteht, ist sicher FDP-tauglich.»

Den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit beantwortet er mit «Quatsch». «Meine Mutter war Tagesmutter von über 30 Gastarbeiterkindern. ich bin unter Ausländerkindern aufgewachsen.»

Und auch Müller ist nicht mit dem goldenen Löffel zur Welt gekommen: «Ich musste mit 22 Jahren aus dem Ausland zurück, weil mein Vater von seinem Kompagnon übers Ohr gehauen worden war, 200 000 Franken Schulden hatte und vor dem Konkurs stand. Ich habe den Banken gesagt, ich übernehme das Geschäft - aber ihr müsst mir Zeit lassen mit den Schulden. So habe ich nicht bei null, sondern bei minus 200 000 angefangen. Da lernt man unweigerlich, hart zu arbeiten.»

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