Kulturzentrum

Wie die SVP eine Moschee baut

Gläubige Albaner wollen in Grenchen eine Moschee bauen (Symbolbild)

Gläubige Albaner wollen in Grenchen eine Moschee bauen (Symbolbild)

Die albanisch-islamische Gemeinschat in Grenchen will nicht mehr in einer Garage beten. Sie hat Land gekauft für ein islamisches Kulturzentrum. Pikant: Der Boden hat ihnen ein SVP-Gemeinderat verkauft.

Die Gesamtkosten für das Projekt beliefen sich auf rund 1,5 Millionen Franken, sagte AIG-Vorstandsmitglied Basri Veseli auf Anfrage zu entsprechenden Medienberichten. Das Gebäude im Industriegebiet in der Nähe des Bahnhofes werde "niemanden gross stören".

Im Kulturzentrum sollen eine Moschee mit einer Galerie für Frauen sowie mehrere Sitzungszimmer entstehen. Auf dem Dach will der Verein eine grosse und drei kleine Kuppen bauen. Er reichte diese Woche bei den Stadtbehörden das Baugesuch für einen "Neubau Vereinslokal" ein.

Spenden und Beiträge der Vereinsmitglieder sollen den Bau finanzieren, wie Veseli sagte. Der Verein zählt nach eigenen Angaben 120 Mitglieder. Der bestehende Gebetsraum in einem Keller sei zu klein, betonte er: "Wir wollen rausgehen und zeigen, dass wir keine Hassprediger sind."

Das Projekt erregt bereits die Gemüter. So kündigte die SVP Stadt Grenchen Widerstand an. Man wolle sich mit "allen politischen und juristischen Mitteln" dagegen wehren, schrieb die Partei in einem Zeitungsinserat.

Gemäss der Stadtverwaltung dürfte das Bauprojekt jedoch zonenkonform sein. Das Baugesuch liegt bis zum 4. Februar öffentlich auf.

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